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Erdbeerspinat und Ochsenherz
Erdbeerspinat und Ochsenherz Escholzmatt:

Am Kräuter- und Wildpflanzenmarkt wurden nicht nur Pflanzen angeboten, sondern auch Kunstgegenstände aus Naturmaterialien und viele Leckereien.

Der sechste Entlebucher Kräuter- und Wildpflanzenmarkt in Escholzmatt zog zahlreiche Besucher an. Für die 70 Aussteller war der Dorfplatz vor der Kirche zu klein, so dass sie in die Schulhausstrasse und auf den Vorplatz des Schulhauses Pfarrmatte ausweichen mussten.   

Eine unübersehbaren Anzahl an Küchen-, Gewürz- und Wildkräutern wurden angeboten. Neben Heilpflanzen wie Baldrian, Ringelblume und Beifuss gab es auch das Kraut der Unsterblichkeit, Jiaogulan aus China, sowie Ritual- und Räucherpflanzen. Die «Alpine Permakultur Schweibenalp Brienz» verkaufte zu den Pflanzen auch Samen und Bücher.


Fremdes und Heimisches

Beim Eingang zum Kräutergarten bewunderte eine Gruppe die Bonsai Waldföhre, die zu Ehren der Stifterin Teruko Yokoy gepflanzt wurde. Auf dem Marktplatz gab es japanische Schwarznesseln und auch heimisches Wildgemüse wie Spargelerbse, Erdbeerspinat, Bocksbart und die Bienenpflanze Honigklee. Für die Wildbienen konnte man kunstvoll verzierte Hotels kaufen und für sich selbst süssen Bienenhonig. 

Auch Beerensträucher und Gemüsesetzlinge gehörten zum Angebot. Absoluter Renner waren die vielen Tomaten-Sorten. Da gab es die Wildtomate mit beerenkleinen Früchten und die exotische Ananas-Tomate mit grossen, schweren. Neben der eiförmigen, weissen «Ivory Egg» blühte die rote «Kremser Perle» und das «Ochsenherz», welches in zwei Arten erhältlich war, einer roten und einer schwarzen. Sie kenne die rote und wolle sie nun selber anbauen, erzählte eine Kundin.


Habicht-Käse und schräge Vögel

«Rössli»-Wirt Stefan Wiesner betrieb im Garten das Feuerring- und Wurst-Werkstatt-Beizli und der «Buuermärt» Entlebuch sorgte mit Hofprodukten für das leibliche Wohl der Marktbesucher. Der Stierlihof Hitzkirch bot Obstbranntweine, Liköre, «Härdöpfeler» und Absinth an, Frederics Foodtruck warme Crêpes und Bäckerei Zihlmann Kräuterschenkeli, Schlüsselblüemli-«Chräpfli» und Bärlauch-«Chäschüechli». Beliebt war auch der Obwaldner Habicht-Käse, der seinen Namen vom gleichnamigen Gewürzpilz hat. Gut liefen auch die Zitronen-Hanf-Guggelhöpfli und die  Hanfpflanzen. 

Selbst geschröpftes Papier, Holz- und Drechslerarbeiten sowie Geflechte aller Art wurden angeboten. Und für Kinder gab es das Körbchenkarussel. Bestaunt wurden auch die Ostpreussischen Skuddenschaf-Auen mit ihren Jungen vom Arche-Hof Schangnau. Über Lekondos schräge Vögel aus Konolfingen flogen die kürzlich aus ihrem Winterquartier zurückgekehrten Mauersegler. 

«Public Eye», die Erklärung von Bern, schenke jedem Besucher an ihrem Stand einen Beutel Gartenmelde Gemüse-Samen, warb für Artenvielfalt und warnte vor Saatgutpatenten.

24.05.2018 :: Bernadette Waser
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