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Endspurt in der Berner 3. Liga
Endspurt in der Berner 3. Liga Fussball:

Während in Biglen und Konolfingen die Woche der Wahrheit ausgerufen wird, sorgen Grosshöchstettens Frauen und Herren mit unglaublichen Comebacks für Furore. 



Aus Sicht des FC Konolfingen und FC Biglen kann man durchaus von der «Woche der Wahrheit» sprechen. Während der FCB bestrebt ist, dem FC Interlaken die Tabellenführung der Gruppe 1 streitig zu machen, befindet sich «Chonu» in akuter Abstiegsgefahr. Die Emmentaler rangieren auf Platz zehn und kämpfen in den restlichen zwei Runden um den Verbleib in der 3. Liga.

 

Derby zum ersten

Keine lange Anlaufzeit benötigte am Samstag das Emmentaler Derby zwischen Langnau und Zollbrück. Zehn Minuten waren absolviert, als der FCL-Spielgestalter Besfort Sopa mittels schöner Einzelleistung für die Führung besorgt war. Die Antwort der Zollbrücker Gäste liess nicht lange auf sich warten. Innerhalb von nur 240 Sekunden drehten Luca Beutler und der 29-jährige Tscheche Dominik Richter das Spiel zugunsten des FCZ. Der dritte Treffer (43.) durch Christoph Jordi hatte dann einen vorentscheidenden Charakter, denn die Langnauer waren im zweiten Durchgang zu keiner Reaktion mehr fähig. Eine Minute vor Abpfiff krönte Luca Beutler seine gute Leistung mit dem 4:1. Aufgrund des Patzers von Roggwil (0:1 in Langenthal) ist neu Herzogenbuchsee erster Verfolger von Zollbrück. Drei Punkte trennen die beiden, am Sonntagmorgen um 10.30 Uhr kommt es im Oberaargau zum Direktduell.

 

Derby zum zweiten

Der Sportplatz Farbschachen – Spielort vom FC Entlebuch – liegt bloss fünf Kilometer von der Heimstätte des FC Schüpfheim entfernt. Allerdings liegen in der Rangliste Welten zwischen den beiden Mannschaften! Während der FCE tatkräftig im Rennen um die Aufstiegsspiele mitmischt, steht Schüpfheim mit einem Bein in der Viertliga. So gesehen erstaunt die 0:6-Pleite des FC Schüpfheim im Derby eigentlich niemanden. Jedoch täuscht das klare Resultat über den Spielverlauf hinweg. In Hälfte eins agierte der FCS keineswegs wie ein Absteiger und brachte die Gastgeber ein ums andere Mal mit hohem Pressing in Bredouille. Wie so oft in dieser Saison war das Toreschiessen das grosse Manko und so ging der FC Entlebuch praktisch mit Halbzeitpfiff 1:0 in Front. Und spätestens mit dem Platzverweis (68.) des eingewechselten Taourgha nahm Schüpfheims Unheil endgültig seinen Lauf.

 

Comeback-Qualitäten

Sowohl die Frauen wie auch die Herren des FC Grosshöchstetten-Schlosswil handelten sich am zurückliegenden Wochenende schier hoffnungslose Rückstände ein, ehe sie mit wahnwitzigen Comebacks glänzten. In Spiez deutete wenig bis nichts auf ein derartiges Comeback hin, weil die Emmentalerinnen den Pausentee mit einem 0:3-Rückstand schlürften. Coach Peter Mosimann fand bei der Halbzeitansprache mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit die richtigen Worte, weil seine Equipe in den zweiten 45 Minuten wie ausgetauscht spielte. Hager, Joss, Baumann, Bigler und Julia Herrmann stellten die Partie mit fünf Toren auf den Kopf.

Eine vergleichbar schlechte erste Hälfte zeigten die Herren von Grosshöchstetten gegen Jedinstvo (0:2). Und als die Gäste drei Minuten nach Wiederaufnahme des Matchs das 3:0 erzielten, glaubte auf dem Arniacher selbst der grösste Optimist nicht mehr an eine Wende. Doch elf Männer in blau-gelben Shirts hatten die Hoffnung auf einen Punktgewinn längst nicht begraben. Kenan Sümer lancierte die Aufholjagd mit dem 1:3 nach einer Stunde. Das Ganze gipfelte mit dem 4:3-Siegtreffer von Angreifer Marco Herrmann in der 79. Minute.

 

Abstieg fast Tatsache

Mit der 1:2-Niederlage in Steffisburg können die Damen von Oberemmental 05 den Abstieg in die 3. Liga aus eigener Kraft nicht mehr verhindern. Bei drei ausstehenden Begegnungen beträgt der Rückstand auf das rettende Ufer neun Zähler. 


24.05.2017 :: afs.
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