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Endlich «äbeswägs» von Trub nach Fankhaus wandern
Endlich «äbeswägs» von Trub  nach Fankhaus wandern Trub: Wanderlustige finden in Trub etliche Routen. Keine aber führt von Trub nach Fankhaus, ohne eine grosse Höhendifferenz bewältigen zu müssen. Das soll sich nun ändern.
Wer entlang der gelben Wegweiser von Trub nach Fankhaus gelangen will, ist eine Zeit lang unterwegs. Dies, obschon die beiden Dörfer lediglich gut drei Kilometer voneinander entfernt liegen. Die bestehende Route führt heute von Trub zunächst auf die Schindelegg. Alleine dieses erste Stück lässt das Herz nicht nur wegen der landschaftlichen Schönheiten höher schlagen – die Höhendifferenz beträgt mehr als 250 Meter. Via Oberaltgfähl führt der Wanderweg zum Turner, weiter gehts der Kantonsgrenze entlang zum Altengrat, mit 1280 Metern über Meer der höchste Punkt. Via Chrüzbode und Neubruch wendet sich der Weg langsam dem Dorf Fankhaus zu. Gut zehn Kilometer misst die heutige Wanderwegverbindgung zwischen den beiden Dörfern. «Wir haben schon länger über einen Weg unten im Tal diskutiert», sagt Fritz Wittwer, Präsident des Verkehrsvereins. Auch das kantonale Tiefbauamt habe in Zusammenhang mit einem anderen Projekt signalisiert, dass ein Weg entlang des Fankhusbachs und der Trub durchaus möglich wäre. «Wir haben dann zuerst einmal bei allen Landanstössern angefragt, ob für sie ein solcher Weg in Frage käme», erklärt Fritz Wittwer weiter. Das Echo bei den knapp 20 Landeigentümern sei durchwegs positiv gewesen. «Eine ältere Frau meinte sogar, man solle nun rasch vorwärts machen, damit sie auch noch etwas davon habe», berichtet er.

Umfangreiche Abklärungen
Diesen Sommer sollen die Bauarbeiten beginnen. Zuvor mussten aber umfangreiche Abklärungen vorgenommen werden. Der geplante Weg quert Gewässerschutzzonen und das ganze Gebiet ist im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung vermerkt. Auch Aspekte der Fischerei mussten berücksichtigt werden. An drei Stellen werden die Wanderlustigen mittels Fussgängerstege grössere und kleinere Bäche überqueren. Die Vorarbeiten sind abgeschlossen, derzeit liegt das Baugesuch auf.

Grien aus der nahen Kiesgrube

«Wir haben vorgesehen, den Weg je nach Wetter während zweier Jahre zu bauen», erklärt der Präsident des Verkehrsvereins. Nebst Mitgliedern des Vereins werden auch der Zivilschutz und freiwillige Helfer anpacken. Damit der Weg auch mit Kinderwagen befahren werden kann, soll dieser etwa einen Meter breit angelegt und mit einer Kiesschicht versehen werden. «Für die drei Kilometer Wanderweg brauchen wir rund 400 Kubikmeter Grien», erklärt Fritz Wittwer. «Dank der nahen Kiesgrube müssen wird das Grien nicht weit transportieren.»
Die Kiesgrube bei Schnidershus im Fankhausgraben, welche noch nicht lange in Betrieb ist, war mit ein Grund, weshalb sich der Verkehrsverein und die Gemeinde Trub für den neuen Wanderweg engagierten. «Wegen der Kiesgrube hat der Lastwagenverkehr stark zugenommen, was für die Leute, welche entlang der Strasse gehen, unangenehm und gefährlich ist», weiss Fritz Wittwer.

Kosten von 95’000 Franken
Der neue Wanderweg wird rund 95’000 Franken kosten, wie Gemeindeschreiber Ernst Kohler erklärt. Die Schweizer Wanderwege hätten einen Beitrag von 28’500 Franken in Aussicht gestellt, an den restlichen Kosten der Gemeinde Trub wird sich der Kanton mit rund 40 Prozent beteiligen.
«Hoffen wir, dass beim Bauen alles klappt», meint der Präsident des Verkehrsvereins, «dann können wir schon bald ‹äbeswägs i ds Fankis luufe›.»
16.02.2017 :: Bruno Zürcher
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