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Emmentaler Athleten an Jugendolympiade
Emmentaler Athleten an Jugendolympiade Jugendolympiade:

Am Samstag werden in Buenos Aires die dritten Olympischen Sommerspiele der Jugend eröffnet. Mit dabei sind auch zwei Jugendliche aus dem Emmental.

Die 17-jährige Oberburgerin Noëlle Buri musste zuerst einmal einen Pass bestellen, als sie von ihrer Nominierung hörte. «Dann musste ich bei meinem Lehrbetrieb, der Gemeinde Oberburg, fragen, ob ich überhaupt für diesen Anlass frei bekomme, weil ich nämlich alle Ferien schon für die anderen Wettkämpfe gebraucht habe.» Die freien Tage wurden gewährt, die Vorfreude der Veloathletin stieg. Noëlle  Buri wird in der Disziplin «Cycling Combined» antreten. Ein solches Wettkampfformat gibt es sonst nicht. Es ist eine Kombination aus zwei Mountainbikerennen und drei Strassenrennen im Team. Grundsätzlich kein Problem, meint die junge Oberburgerin, doch: «Ich mache mir eher Druck, weil mein Resultat auch zu dem meiner Teamkollegin zählen wird.» Von einer olympischen Medaille träumen dürfe man ja schon, aber sie bleibe realistisch, denn die Konkurrenz sei gross, meint Noëlle Buri. 

 

Medaillen sind nicht das Wichtigste

Grundsätzlich seien die Podestplätze nicht das Wichtigste, betont Corinne Staub, die als Chef de Mission von Swiss Olympic die Schweizer Delegation anführt. «Vielmehr sollen die Talente an einem Multisportanlass in dieser Dimension Eindrücke und Erfahrungen sammeln, die sie im Hinblick auf ihre weitere Sportlaufbahn weiterbringen.» Neben den 39 jungen Athletinnen und Athleten reisen auch rund  30 Betreuer als Teil der Schweizer Delegation mit nach Argentinien. Die Olympischen Spiele für die Jugend zwischen 14 und 18 Jahren sollen an die «echten» Spiele erinnern und die jugendlichen Sportlerinnen und Sportler darauf vorbereiten. 

 

Erster Wettkampf ausserhalb Europas

Auch für den 17-jährigen Felix Eichenberger aus Brenzikofen ist es der erste sportliche Anlass ausserhalb Europas. Der Stabhochspringer durfte, wie Noëlle  Buri auch, diesen Sommer an der U18-Europameisterschaft in Györ teilnehmen. Etwas Grossanlass-Luft durften also schon beide Athleten schnuppern. «Die Teilnahme an der Jugendolympiade ist für mich eine grosse Ehre. Ich freue mich riesig auf diesen einmaligen Anlass», erklärt Felix Eichenberger. Er wolle möglichst viele positive Erfahrungen und Eindrücke sammeln. Für ihn war schon lange klar, dass die Spiele sein Ziel sind, deshalb hat er seine sportliche Vorbereitung auf den Wettkampf in der argentinischen Hauptstadt ausgerichtet. Andere Wettkämpfe hat er gar nicht mehr bestritten. «Im Moment spüre ich keinen Druck. Ich freue mich auf die Wettkampfatmosphäre», gibt der Stabhochspringer zu Protokoll. 

Als Team auftreten

Insgesamt werden sich gut 4000 Athletinnen und Athleten aus über 200 Ländern in Buenos Aires in 32 Sportarten messen. Die Schweizer Sportlerinnen und Sportler treten bei 13 Disziplinen an. Insgesamt dauern die Olympischen Spiele für die Jugend zwölf Tage, mit Eröffnungs- und Abschlusszeremonie, wie es sich gehört.
Auch wie bei den «Grossen» wurden die Jugendlichen während eines Tages in Ittigen von Swiss Olympic auf das Grossereignis vorbereitet und mit den Schweizer Team-Kleidern ausgestattet. Das sei immer eine gute Gelegenheit, die anderen Athleten der Delegation kennenzulernen und es sei ein erster Schritt Richtung Teambildung, was für einen geschlossenen Schweizer Auftritt wichtig sei, erklärt Corinne Staub, Chef de Mission. 

 

Stäbe und Lieblingsbärli reisen mit

Sportlich vorbereitet, mit Kleidern ausgestattet, bleibt den jungen Sportlerinnen und Sportlern nur noch das Packen der privaten Sachen und der Abschied von Daheim. Normalerweise kämen ihre Eltern fast immer mit an die Wettkämpfe, sagt Noëlle  Buri, doch dieses Mal sei es nicht möglich. «Ich fühle mich aber im Cycling Team sehr wohl und verstehe mich mit allen, daher wird das kein Problem sein.» Auch bei Felix Eichenberger freuen sich die Angehörigen, dass er an dem Anlass teilnehmen darf. Er kenne ja auch schon einige Stabhochspringer von der U18-Europameisterschaft. Von Heimweh also keine Spur. Doch die junge Oberburgerin plagt doch noch eine Kleinigkeit: «Am meisten Angst habe ich vor dem langen Flug. Und bei den Strassenrennen hoffe ich einfach, dass meine Teamkollegin und ich in keinen Sturz verwickelt werden, wie das in Györ leider passiert ist.» Gegen die Nervosität vor Ort packe sie ein Handy, ein Buch und ihr Lieblingsbärli ein. Bei Felix Eichenberger dürfen «die schönen Kleider und meine Stäbe» nicht fehlen.

04.10.2018 :: Olivia Portmann
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