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Elektrisola: Seit 50 Jahren auf Draht
Elektrisola: Seit 50 Jahren auf Draht Escholzmatt:

Die Elektrisola Feindraht AG hat sich in 50 Jahren rasant entwickelt. Nun wurde gefeiert und der Produktions-betrieb in Escholzmatt wird ausgebaut.

Detlef Schildbach, Mitinhaber der Elektrisola Gruppe, brachte es an der Jubiläumsfeier auf den Punkt: «Der Standort Escholzmatt hat sich bewährt, die Standortvorteile sind auch heute noch gegeben und deshalb wird hier weiter investiert.». Inhaber, Geschäftsführer aller neun Produktionsbetriebe, Mitarbeitende, Kunden sowie Vertreter aus Politik und Behörden – beinahe 400 Personen – konnten sich letzten Samstag persönlich über die 50-jährige Geschichte des Werkes Escholzmatt und die Zukunftsabsichten informieren.

Standortsvorteile nutzen

1968 existierten in Europa mit der EWG und der EFTA zwei grosse Wirtschaftsblöcke, die sich gegenseitig mit hohen Zöllen bekämpften. Die Elektrisola Gruppe (mit Werken ausschliesslich im EWG-Raum) beschloss deshalb, in der EFTA einen Produktionsstandort zu gründen und entschied sich für die Schweiz. Laut Detlef Schildbach hätten damals die grossen Handelsfreiheiten, die tiefen Unternehmenssteuern, der liberale Arbeitsmarkt, die politische Stabilität und nicht zuletzt die bestens ausgebildeten, hochmotivierten Arbeitskräfte den Ausschlag gegeben. Und weil in Escholzmatt gerade eine Halle zum Verkauf ausgeschrieben gewesen sei, habe man sich für diesen Standort entschieden (siehe Kasten). An den Standortvorteilen habe sich nichts geändert, fügte er an und betonte, dass in der Schweiz auch die Infrastruktur und die Verlässlichkeit aller Akteure hervorragend sei: «Wir liefern heute in Escholzmatt aus, die Ware ist rasch auf dem Flughafen, dort schnell abgefertigt und schon morgen in Asien», schloss er seine Rede.

Agilität, Kreativität, Leidenschaft

Benno Zemp, Geschäftsführer der Elektrisola Feindraht AG, hob in seiner Begrüssungsrede hervor, dass man sich auch bei gutem Geschäftsgang nicht ausruhen dürfe. Er verlange von seinen Mitarbeitenden Agilität, Kreativität und Leidenschaft. «Wir müssen die Kundenwünsche wahrnehmen, verstehen und dann rasch umsetzen.» Er unterstrich, dass seine Teams ständig auf der Suche nach Innovationen seien, um einerseits die Kunden zufriedenzustellen und andererseits die Zukunft des Werkes zu sichern. Robert Küng, Regierungspräsident des Kantons Luzern, hielt in seiner Grussbotschaft fest: «Wir wünschen uns von Firmen nachhaltige Arbeitsplätze, Steuern und ein gutes Image. Elektrisola erfüllt das zu 100 Prozent.»

Elektrisoladrähte in der ganzen Welt

Die Elektrisola Gruppe mit Hauptsitz in Eckenhagen, Nordrhein-Westfalen, Deutschland, ist eine weltweit führende Herstellerin von feinem und ultrafeinem Kupferlackdraht. Die 1948 gegründete Unternehmung ist im Besitz der Familie Schildbach und betreibt neun Werke in sieben Ländern in Europa, Amerika und Asien. Sie vertreibt ihre Produkte in der ganzen Welt. 1968 erfolgte die Gründung der Elektrisola Feindraht AG in der Schweiz am Standort Escholzmatt mit 24 Arbeitskräften. Mit heute gut 200 Mitarbeitenden werden besonders dünne Lackdrähte, Drähte aus speziellen Legierungen und speziellen Lacken – alles Spezialitätenprodukte – mit 0,008 bis 0,630 Millimeter Durchmesser entwickelt und hergestellt. Diese werden in unzähligen Produkten wie zum Beispiel Smartphones, Flugzeugen, Autos, Hörgeräten, Herzkathetern, Robotern oder Textilien eingesetzt. Pro Woche werden im Dreischichtbetrieb 45 Tonnen Draht verarbeitet, pro Jahr
43 Millionen Kilometer Feindraht -produziert. Zurzeit befindet sich eine weitere Produktionshalle im Bau.

13.09.2018 :: Walter Marti
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