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Einige Überraschungen in Heimenschwand
Einige Überraschungen in Heimenschwand Schwingen:

Ein Sieger aus dem Oberland, ein Emmentaler im Schlussgang und 14 Kränze, davon zwei neue, für das Emmental. Die Bilanz des diesjährigen Emmentalischen.



Der Schlussgang vor über 6300 Zuschauern war eine einseitige Angelegenheit. Der hochfavorisierte Niklaus Zenger aus Habkern setzte nach 53 Sekunden zum siegbringenden Wurf an und konnte somit sein
erstes Kranzfest gewinnen. Der unterlegene Adrian Schenk, welcher sich etwas überraschend für das Finale qualifizierte, konnte diese Niederlage gut verschmerzen. (siehe Interview). Schliesslich war es nicht nur seine erste Schlussgangqualifikation. Er durfte zugleich seinen ersten Kranz in Empfang nehmen. Dass sich ein sogenannter «Nichtkranzer» bei dieser Topbesetzung mit insgesamt 16 Eidgenossen, überhaupt für den Schlussgang qualifizierte, war nicht zuletzt auch wegen dem Unvermögen anderer zustande gekommen, was die Leistung von Schenk jedoch nicht schmälern soll. 

 

Ganz anders als erwartet

Im fünften Gang überschlugen sich die Ereignisse. Zum Auftakt bodigte Niklaus Zenger nach wenigen Sekunden den Vorjahressieger Remo Käser mit einem mustergültigen
«Wyberhacken». Das dies sogleich die Schlussgangqualifikation bedeutete, war zu diesem Zeitpunkt noch nicht voraussehbar. Schliesslich folgten noch mehrere Spitzenschwinger aus besseren Positionen. Florian Gnägi, der Führende nach drei Gängen, verspielte seinen gute Ausgangslage durch eine gestellten Gang gegen den
Röthenbacher Fritz Ramseier,
welcher einen starken Wettkampf zeigte und im Verlauf des Tages bereits den Eidgenossen Philipp Roth bodigte und am Ende mit dem verdienten Kranz belohnt wurde. 

Die beiden Schwingerkönige, Matt-
hias Glarner gegen Philipp Reusser sowie Kilian Wenger gegen Gustav
Steffen, mussten sich im Kampf um den
angestrebten Schlussgang ebenfalls mit einem Remis begnügen. Der dritte König im Bunde Matthias
Sempach, verabschiedete sich nach seiner zweiten Punkteteilung bereits einen Gang früher aus der Entscheidung um den Tagessieg.

Weil es auch in den Duellen
zwischen Matthias Aeschbacher gegen Hansruedi Lauper, Willy Graber und Ruedi Roschi sowie
Christian Stucki mit Simon
Anderegg keinen Sieger gab, war die Sensation perfekt. Der 22-jährige Adrian Schenk vom Schwingklub Siehen stand zur grossen Überraschung nach fünf Gängen mit 48.00 Punkten auf dem zweiten Zwischenrang und somit kurze Zeit später in der Endausmarchung. Was wiederum für viel Gesprächsstoff auf den Zuschauerrängen führte.

 

14 Kränze für das Emmental

Zuvor blieben die ganz grossen Überraschungen weitgehend aus. Bei Halbzeit hatte von den meistge-
nannten Topfavoriten einzig Florian Gnägi eine reine Weste. Hinter dem führenden Seeländer war jedoch noch alles offen. Erfreulicherweise standen auch mehrere Emmentaler in aussichtsreicher Position auf einen allfälligen Tagessieg. Zu diesem reichte es am Ende schliesslich nicht, die Ausbeute von 14 Kränzen darf jedoch als grosser Erfolg gewertet werden.

Für die beste Klassierung waren Thomas Sempach, welcher als Lokalmatator praktisch vor seiner Haustüre schwingen konnte und dieses Fest daher im Vorfeld als einer seiner Karrierehöhepunkte bezeichnete, sowie Matthias Aeschbacher und Gustav Steffen im geteilten vierten Rang verantwortlich. Unter den weiteren Emmentaler Kranzgewinnern befanden sich mehrheitlich bewährte Kräfte. (siehe Rangliste)

 

Erster Kranz für Adrian Scheidegger

Zudem konnte neben dem bereits erwähnten Adrian Schenk mit Adrian Scheidegger aus Trub ein weiterer Emmentaler erstmals kopfgeschmückt die Heimreise antreten. Der 28-jährige Sennenschwinger vom Schwingklub Trub verdiente sich diese Auszeichnung dank einem abschliessenden Sieg gegen den 10-fachen Kranzgewinner Stephan von Büren. Weniger Glück hatte hingegen Martin Sommer, welcher trotz zwei Siegen gegen sogenannte «Kranzer» die erste Auszeichnung um das berüchtigte «Vierteli» verpasste.



18.05.2017 :: René Willener
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