Anmelden
«Ein eidgenössisches Hornusserfest in Walkringen – das gibt es nur einmal!»
«Ein eidgenössisches Hornusserfest in Walkringen – das gibt es nur einmal!» Walkringen:

In einem Jahr steht das Dorf unmittelbar vor einem Grossereignis. 5500 Hornusser und 15’000 Besucher werden am Eidgenössischen Hornusserfest im August 2018 erwartet.


 

«Für Walkringen und die ganze Region ist es eine gute Sache, wenn ein schweizweit beachteter Anlass mit rund 15’000 Besuchern hier ausgetragen wird. Ein eidgenössisches Hornusserfest in Walkringen gibt es sicher nur einmal», ist Hans Rudolf Stalder überzeugt. Der pensionierte Garagist aus Bigenthal und aktiver Hornusser bei Wäseli präsidiert das OK dieses Grossanlasses. Schwer kämpfen um die Durchführung des alle drei Jahre stattfindenden Eidgenössischen hätten die beiden durchführenden Hornussergesellschaften Wäseli und Bigenthal-Walkringen nicht müssen. Denn es seien sich alle Mannschaften bewusst, dass ein solcher Anlass mit grossem Aufwand verbunden sei und ein riesiges Areal benötige. 

So gross wie 100 Fussballfelder

«Die ersten Vorarbeiten für das eidgenössische Hornusserfest haben wir bereits 2012 aufgenommen», sagt Hans Rudolf Stalder. Eine grosse Hürde hatten die beiden Vereine bereits vor der Bewerbungseingabe zu bewältigen: Sie mussten unterzeichnete Vorverträge mit den Landbesitzern vorweisen können. Das ganze Festgelände inklusive Parkplätze werde eine Fläche von nicht weniger als 100 Fussballfeldern beanspruchen, veranschaulicht Hans Rudolf Stalder. Allein schon die 32 Spielfelder, auch Ries genannt, weisen je eine Länge von 350 Metern und eine Breite von bis zu fast 15 Metern auf. Das ganze Moos, links der Strasse vom Metzgerhüsi bis zum Dorf Walkringen, wird zum Festareal gehören, und auch noch ein Landstück südwestlich des Metzgerhüsi. 28 Landwirte sind es, die nun ein oder mehrere Felder zur Verfügung stellen werden. «Nein, zäh waren die Verhandlungen mit den Landbesitzern nicht, wir haben ein sehr gutes Einvernehmen», lobt der OK-Präsident die Bauern. Jedoch habe man gut abklären müssen, welche Felder sich wozu eignen respektive nicht eignen würden. Zum Beispiel hätten sie Land, in welchem Entwässerungsröhren eingelegt seien, nicht als Parkplätze ausgeschieden. «Es kam die Befürchtung auf, dass schwere Fahrzeuge diese Drainagerohre beschädigen könnten; dieses Risiko wollten wir nicht auf uns nehmen.» Zahlreiche Parkplätze sind nun ganz in der Nähe des Festgeländes vorgesehen. «Um ein Fest dieser Grösse im Moos durchführen zu können, muss es schön Wetter sein», sagt Hans Rudolf Stalder mit einem Schmunzeln auf den Lippen. Sollte es an den Festtagen dennoch regnen, dürften einige Parkplätze beim Festgelände nicht benutzt werden. Vorsorglich sind auch nördlich des Dorfes Walkringen und in Biglen Parkfelder ausgeschieden. Shuttlebusse würden dann die Besucher zum Ort des Geschehens bringen.

Hornussen, zuschauen und festen

Einen Punkt, welchen die Planer miteinbeziehen mussten war der Biglenbach, der mitten durch das Moos und somit durchs Festgelände führt. Die Spielfelder werden nun parallel zum Bach gestellt, so dass – entgegen der anfänglichen Annahmen – keine zusätzliche Brücken gebaut werden müssen. Die Spielfelder sind auf das ganze Gelände verteilt, eine Tribüne mit 700 Sitzplätzen kommt neben das bestehende Hornusserhaus zu stehen. «Auf dem eigentlichen Festgelände nahe des ehemaligen Gasthofs Metzgerhüsi lassen wir zwei grosse Festzelte stellen, dazu kommen eine Bar und ein Bierzelt», verrät Hans Rudolf Stalder. Ein wichtiger Bestandteil des Hornusserfestes ist das Rahmenprogramm. «Oeschs die Dritten», -«Monique» und weitere Grössen der Musikszene werden auftreten; auch einen Jodlerabend gibts. 

Viel Geld und viele Helfer

Um ein Fest dieser Grössenordnung durchführen zu können braucht es nebst der Infrastruktur zwei Dinge: viel Geld und viele Helfer. Beide Herausforderungen scheint das OK meistern zu können. «Es braucht gros-se Anstrengungen, bis die 700 benötigten Helferinnen und Helfer gefunden sind», weiss der Präsident des 30 Mitglieder zählenden Organisationskomitees. Zahlreiche Vereine aus der Region, auch solche von weiter her, hätten ihre Mitarbeit zugesagt, noch seien aber einige Lücken offen. 

Dasselbe gilt für die Finanzen. Das Budget beläuft sich auf rund zwei Millionen Franken. Eine Haupteinnahmequelle wird die Gastronomie darstellen. Aber auch das Sponsoring steuert ein beachtlicher Teil zur Kostendeckung bei. «Wir haben bereits drei Hauptsponsoren, und auch bei den Sponsorenkategorien mit kleineren Beiträgen sieht es gut aus», informiert der OK-Präsident. «Aber sowohl bezüglich der Helfer- als auch der Sponsorensuche können wir uns noch nicht zurücklehnen. In allen Bereichen steht uns noch viel Arbeit bevor, sagt Stalder, der bereits jetzt ein bis zwei Tage pro Woche für den Grossanlass arbeitet. 

 

Das Fest findet vom 17. bis 19. August und vom 24. bis 26. August 2018 statt. www.ehf2018.ch 

 

20.07.2017 :: Jakob Hofstetter
Meistgelesene Artikel
Er steht mit dem Rücken zum Spiel
SCL Tigers: Das Spiel vom kommenden Sonntag gegen Bern ist bereits seit Wochen ausverkauft. Zu den Derbys...
Wir haben über Themen berichtet, die uns selber beschäftigten
Konolfingen: Während fünf Jahren haben Arlette Zimmermann und Mira Reinhardt Jugendartikel für...
Untersuchungen von Sozialwissenschaftlern haben ergeben, dass der Mensch im Durchschnitt...
Stüüre hei viu ir Nachbargmein zaut
Woni im Latärnegrabe ha gforschet, isch mir ufgfaue, dass me im hingere Teu vom Heimisbach d...
Nachdem ich letzten Winter mehr lag als stand, weil sich jeder grippale Infekt in mich verliebt zu...
Wochen-Zeitung
Brennerstrasse 7
3550 Langnau i. E.
Tel. 034 409 40 01
Fax 034 409 40 09
info@wochen-zeitung.ch
Redaktion: 034 409 40 05
Öffnungszeiten:
Montag - Freitag
07:30 - 12:00 Uhr
13:30 - 17:00 Uhr