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Ehlers: «Bin unglaublich enttäuscht»
Ehlers: «Bin unglaublich enttäuscht» SCL Tigers:

Dass die SCL Tigers am letzten Wochenende gegen den souveränen Leader und amtierenden Meister Bern zwei Niederlagen kassiert haben, musste fast schon befürchtet werden. So haderte Trainer Heinz Ehlers nach der zweiten Partie am Sonntag denn auch nicht mit den beiden verloren gegangenen Spielen, sondern viel mehr mit der Art und Weise, wie diese zustande kamen. Der Däne sagte: «Warum die gleichen Spieler, welche in Bern gut gespielt haben und in die Zweikämpfe gegangen sind, dies 18 Stunden später nicht mehr getan haben, kann ich mir nicht erklären.» 

Tatsächlich zeigten die Langnauer in der Hauptstadt eine gute Leistung, welche verdienterweise mit einem Punkt belohnt wurde. Die Tigers mussten sich erst in der Verlängerung geschlagen geben, nachdem sie 60 Minuten lang mit dem klaren Favoriten mithalten können. Schmerzlicher als die Niederlage war der Ausfall von Topskorer Antti Erkinjuntti, welcher die Mannschaft auch in den kommenden Wochen schwächen wird (siehe Text in der linken Spalte).

 Im Rückspiel am Tag darauf war von Langnaus Bereitschaft, den Gegner wiederum zu fordern, praktisch nichts mehr zu sehen. Die Tigers gingen in der ausverkauften Ilfishalle klar und deutlich mit 1:5 unter, was Ehlers zu harscher Kritik am eigenen Team veranlasste. «Ich bin von einigen Spielern unglaublich enttäuscht. Ich finde, sie sind viel zu soft, denn Bern spielt gar nicht so hart», so der Däne, welcher anfügte: «Wenn du nicht bereit bist in die Zweikämpfe zu gehen und diese zu gewinnen, hast du keine Chance.» 

Im Zusammenhang mit Verteidiger Yannick Blaser, welcher beim 0:1 wegen Spielverzögerung auf der Strafbank sass und später mit einem Stockschlag Berns Gaëtan Haas vier Zähne ausschlug (Verfahren eröffnet), nahm der Däne sogar das Wort «Dummheit» in den Mund.

In der «Sechs-Punkte-Partie» heute Abend in Lausanne dürfen sich die Tigers derartige Aussetzer, welche sich am Wochenende nicht nur Blaser leistete, nicht mehr erlauben. Denn es geht nicht nur darum, die – vielleicht schon letzten – Playoff-Chancen am Leben zu erhalten, sondern vor allem darum, einem direkten Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg Punkte abzunehmen.


11.01.2018 :: Christoph Schär
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