Anmelden
«Echt Entlebuch» darf etwas teurer sein
«Echt Entlebuch» darf etwas teurer sein Biosphäre Entlebuch:

Zwei neue Studien belegen, dass Echt-Entlebuch-Produkte bekannt sind und 5,8 Millionen Franken Wertschöpfung in die Region bringen.

Als die Unesco Biosphäre Entlebuch (UBE) 2001 das Echt-Entlebuch-Label einführte, schloss sich ihm eine Hand voll Produzenten an. Ihre Produkte wurden in lokalen Läden verkauft. 16 Jahre später sind über 400 Produkte zertifiziert. In den Grossverteilern in Luzern, Bern und Zürich sind sie präsent und einige werden sogar im ausländischen Markt vertrieben. «Eine aktuelle Studie der Universität St. Gallen zeigt, dass die Marke Echt Entlebuch bei den Konsumenten gut bekannt ist und als sehr glaubwürdig eingeschätzt wird», schreibt die UBE in ihrer Medienmitteilung. Dass sich die Echt-Entlebuch-Produkte auch aus wirtschaftlicher Perspektive sehen lassen könnten, zeige eine ebenfalls aktuelle Studie der ETH Zürich und der HSR Rapperswil auf. 

Zusätzliche Umsätze generiert

Durch den Verkauf dieser Produkte werde in der Region total 5,8 Millionen Franken Wertschöpfung generiert. Davon fielen 2,8 Millionen in der Landwirtschaft und drei Millionen in der Forstwirtschaft und den nachgelagerten Gewerben an. «Während in der Landwirtschaft zahlreiche neue Produkte entwickelt, Verkaufskanäle gesucht und somit zusätzliche Umsätze generiert wurden, dominiert in der Forstwirtschaft die Wertschöpfung aus dem Rundholz, das neben dem FSC- einfach noch das Echt-Entlebuch-Label erhält», informiert die UBE. Hier habe die Wertschöpfungskette nur geringfügig ausgebaut und keine grossen zusätzlichen Umsätze erzeugt werden können. Es sei vor allem das nachgelagerte Gewerbe in der Landwirtschaft, das profitiere. Durch die höheren Preise, welche die Konsumenten bereit seien für die regionalen Produkte zu bezahlen, kämen allerdings auch die Landwirte in den Genuss höherer Preise für die gelieferten Rohstoffe. Zu dieser positiven Entwicklung hätten nebst Innovationsgeist der Produktehersteller und Begleitung durch die Biosphäre auch der Schritt in Richtung Professionalisierung der Vermarktung und des Vertriebs durch die Biosphäre Markt AG beigetragen. Diese erwirtschaftet mittlerweile einen Umsatz von 3,3 Millionen Franken. 

Faire Preise für Rohstoffe

Gemäss der Studie der Universität St. Gallen kaufen rund 65 Prozent der Schweizer Konsumenten mindestens einmal pro Woche regionale Produkte ein. «Das Wissen um die Herkunft der Rohstoffe und die Herstellungsweisen beeinflusst somit den Kaufentscheid in der urbanen Bevölkerung massgeblich», steht weiter geschrieben. 

Weiter unterstützten die Konsumen-ten bewusst die Produzenten und die Herkunftsregionen, denn durch die Verarbeitung in der Region könnten faire Preise für Rohstoffe bezahlt und Arbeitsplätze in der Region geschaffen werden. 

«Diese Faktoren werden in Zeiten fallender Milchpreise und unsicherer Rahmenbedingungen weiter an Bedeutung gewinnen und den Entlebucher Produzenten und Zulieferern in Zukunft wichtige Vorteile verschaffen», zieht die UBE ihre Schlüsse.

03.08.2017 :: egs.
Meistgelesene Artikel
Hanf-Zigaretten aus Emmentaler Cannabis
Zollbrück: Hanf-Zigaretten, die nicht berauschen, boomen. Eine Firma aus Zollbrück springt auf den Trend...
Nachfolger für die Liechti Kältetechnik
Langnau: Die Liechti Kältetechnik AG geht in neue Hände über.Inhaber Peter Stucki hat sie an...
Die Karriere von Beat Feuz erwandern
Bumbach: Der Fanklub Beat Feuz eröffnete am Samstag den «Themenweg Beat Feuz», und viele...
«Diese Zeit werde ich nie vergessen»
SCL Tigers: Im morgigen Heimspiel treffen die SCL Tigers auf Überraschungsleader Freiburg. Der Emmentaler...
Ein Grauen erfasste mich, als ich mal wieder meinen Namen googelte. Vielleicht ist es Eitelkeit,...
Wochen-Zeitung
Brennerstrasse 7
3550 Langnau i. E.
Tel. 034 409 40 01
Fax 034 409 40 09
info@wochen-zeitung.ch
Redaktion: 034 409 40 05
Öffnungszeiten:
Montag - Freitag
07:30 - 12:00 Uhr
13:30 - 17:00 Uhr