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Dr Chünig het me im Chloschter verpflegt
Dr Chünig het me im Chloschter verpflegt Vo Früecher:

Afe einisch härzleche Dank a aui die, wo mir gschribe oder telefoniert hei wäge de bärnische Chochbüecher. Es git tatsächlich no es paar, wo euter sy weder ds Chochbuech vo dr Frou Rytz vo 1832. Im Jahr 1749 isch es «Bernerisches Koch-Büchlein» use cho. Über 300 Rezäpt sy da drinn. Mys Problem isch, dass das fasch aues Rezäpt sy, wo i bärnische Burgerchuchine sy bruucht worde. Dert sy viu Spyse drinn, wo e Büri im Ämmitau gar nid hät gkennt. Dr Benteli-Verlag het das Chochbuech 1970 aus Nachdruck usegää. Dä Nachdruck chame o hüt öppe no antiquarisch choufe. Das Chochbuech vo 1749 isch o gäng wieder nöi druckt worde. I

ha e «nöii» Uflag vo 1803 gfunge. 

Es git o e ganzi Bibliothek vo Büecher über ds Ässe im aute Bärn, aber gäng us dr Sicht vor Stadt. Dr Dokter Zesiger het im 1925 über «Vom Essen und vom Trinken der alten Berner» gschribe. Dert läse mir o, dass dr römisch-dütsch Chünig Sigismund vom 3. bis am 6. Juli 1414 z Bärn gloschiert het. Me heig denn aber no kes Wirtshus gha u heig drum ds Predigerchloschter gruumt, dass me däm höche Gascht heig chönne d Ehr aatue!

Uf em Land hets früecher Gascht­höf gä, weder ir Stadt Bärn. Scho im Kyburger Urbar sy Gaschthüser z Äfflige, z Herzogebuchsi, z Utzischtorf, z Amsudinge, z Worb, z Münsige u sogar z Mauss bi Gümmene erwähnt. Weme auti Dokumänt suecht, wo öppis über Läbesmittu drinn steit, isch o wieder dr Kyburger Urbar nützlech. Was dert erwähnt isch, muess me zimli sicher o gässe ha. Zu dere Zyt het me die meischte Stüüre i Naturalie müesse zahle, auso mit däm, wo uf em Fäud u im Garte isch gwachse. Im Kyburger Urbar isch erwähnt: Öpfu u Nüss, Hirse, Ärbsli, Bohne (d «Söi- oder Dicke Bohne» – die hüttige Stangebohne chöme vo Amerika), Ziger, Haber, Rogge u Chorn. Chäs isch im Kyburger Urbar no nid erwähnt. Das fingt me de ersch um 1500 i de erschte Chlöschterurbare.

12.04.2018 :: Hans Minder, Lokalhistoriker
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