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«Diese Zeit werde ich nie vergessen»
«Diese Zeit werde ich nie vergessen» SCL Tigers:

Im morgigen Heimspiel treffen die SCL Tigers auf Überraschungsleader Freiburg. Der Emmentaler Sebastian Schilt bestreitet bereits die sechste Saison für Gottéron.

Nachdem Freiburg die Playoffs in der letzten Saison deutlich verpasst hatte, gab es Anfang September kaum eine Expertenprognose, in welcher die Westschweizer über dem Tabellenstrich zu finden waren. Umso überraschender ist ihr starker Saisonstart mit sieben Siegen in zehn Spielen und Rang eins in der Rangliste. Für einen Gottéron-Spieler jedoch begann die Saison äusserst schlecht. Sebastian Schilt wurde in der Vorbereitung von einem Puck getroffen und verpasste die ersten fünf Meisterschaftsspiele mit einem gebrochenen Fuss.

Mittlerweile ist der 30-Jährige aber wieder zurück. Der in Rüegsauschachen aufgewachsene Verteidiger sagt zum starken Auftakt seines Teams: «Wir haben mit den neuen Spielern an Leadership gewonnen. Und wir haben wegen der schlechten letzten Saison noch eine gewisse Wut im Bauch. Wir wollen es in diesem Jahr besser machen.» Für Schilt ist auch der neue kanadische Trainer Mark French (46) ein Grund für die positiven Resultate. «Er liebt Eishockey und hat klare Ideen, die er uns Spielern verständlich rüberbringt. Zudem hat er ein System aufgebaut, an das wir Spieler glauben.»

 

Aus einem wurden sechs Jahre

Sebastian Schilt begann seine Eishockey-Laufbahn in Hasle-Rüegsau beim EHC Brandis, später folgte der Wechsel in die Nachwuchsabteilung der SCL Tigers. Als erst 16-Jähriger wagte er schliesslich den mutigen Schritt in eine ihm unbekannte Sprachregion. «Ich wollte nach der Sekundarschule ein Zwischenjahr in Genf machen um die Sprache zu lernen. Im zweiten Jahr habe ich dann das Interesse von Trainer Chris McSorley geweckt und einen Vertrag in der ersten Mannschaft bekommen.» So wurde aus dem einen «Welschlandjahr» deren sechs. 2010 kehrte der kampfsportbegeisterte Schilt ins Emmental zurück. Und war dort Teil jener legendären Tigers-Mannschaft, welche 2011 zum ersten und bis heute einzigen Mal die Playoffs erreichte. «Das war ein Superjahr», erinnert sich der 1,85 Meter grosse und 89 Kilo schwere Musterathlet. «Vor der Saison hatten uns die Experten auf Rang 12 getippt. Doch die Mannschaft ist über sich hinausgewachsen und hat die Überraschung geschafft. Diese Zeit werde ich nie mehr vergessen.»

2012 zog es Schilt dann wieder in die Westschweiz, diesmal zu Gottéron. «Ich kannte Freiburgs Trainer Hans Kossmann aus meiner Zeit in Genf, wo er damals Assistenztrainer war. Er wollte mich in seinem Team haben und für mich war es eine neue Herausforderung.» Gleich in der ersten Saison an der Saane erreichte Schilt mit Gottéron erstmals seit 19 Jahren wieder einen Playoff-Final, wo man den Titel dann aber dem SC Bern überlassen musste. Seither hinken die Freiburger ihren eigenen Erwartungen oft hinterher. Umso mehr geniesst man in der eishockeyverrückten Stadt den aktuellen Höhenflug. Dieser soll morgen in Langnau fortgesetzt werden.

05.10.2017 :: Christoph Schär
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