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Die Zielsetzung nicht erreicht
Frauenfussball:

Das Schweizer Frauen-A-Nationalteam hat an der EM in den Niederlanden die angestrebte Viertelfinal-Qualifikation nicht geschafft. Mit dem 1:1 gegen Frankreich im dritten und letzten Spiel verpasste das Team von Nationaltrainerin Martina Voss-Tecklenburg den zwingend nötigen Sieg, nachdem es bis zur 76. Minute noch mit 1:0 vorne lag. Ein direkt verwandelter Freistoss von Camille Abily eine Viertelstunde vor Schluss zerstörte die Träume der Schweizerinnen, bei denen auch Lia Wälti aus Langnau und Martina Moser aus Bigenthal im Einsatz standen. Während Wälti bis zum Schluss durchspielte, wurde Martina Moser in der 65. Minute durch Viola Calligaris ersetzt. Moser trat den Freistoss, der in der 19. Minute durch Crnogorcevic gegen die Nummer 3 des FIFA-Rankings zum Führungstreffer führte.

«Spiel des Jahres»

Als «Spiel des Jahres» hatte Martina Voss-Tecklenburg die Partie gegen Frankreich im Vorfeld bezeichnet. Dementsprechend engagiert und konzentriert traten die Schweizerinnen auf. Sie zeigten eine disziplinierte und kämpferische Leistung und nach dem frühen Platzverweis der Französin Eve Perisset (17.) und dem 1:0 durch Crnogorcevic, kurz nach diesem Ausschluss, kontrollierten die Schweizerinnen die Partie gegen die technisch und spielerisch starken Französinnen über weite Strecken. Bis zum Ausgleich war die Taktik von Voss-Teckelenburg auch perfekt aufgegangen. Einziger Wermuthstropfen bleibt in dieser Phase ein fehlendes und wohl entscheidendes zweites Tor für die Schweizerinnen, die in der zweiten Halbzeit klar weniger bissig und entschlossen wirkten, als noch in den ersten 45. Minuten. Irgendwie hatte man das Gefühl, dass in der zweiten Spielhälfte der absolute Wille und die Entschlossenheit zu einem weiteren Treffer etwas abgeflacht war. 

Startniederlage als Hypothek

Die Qualifikation für die K.o.-Phase an der EM in den Niederlanden verspielten die Schweizerinnen nicht gegen die Nummer 3 der Weltrangliste des Frauenfussballs. Aus Sicht der Schweiz wog letztlich die Hypothek der 0:1-Startniederlage gegen Österreich zu schwer. 

Für die Schweiz geht es nach einer kurzen Pause gleich weiter: Am 11. September 2017 startet das Team nämlich in Kloten und Magglingen in die Vorbereitung für die Qualifikation zur WM-Endrunde 2019 in Frankreich. Am 15. September spielt die Schweiz auswärts gegen Albanien und am 19. September empfangen die Schweizerinnen in Biel das Nationalteam aus Polen.

 

Resultate Gruppe C: Österreich – Schweiz 1:0. Frankreich – Island 1:0. Island – Schweiz 1:2. Frankreich – Österreich 1:1. Schweiz – Frankreich 1:1. Island – Österreich 0:3. Schlussrangliste (alle 3 Spiele): 1. Österreich 7 Punkte (5:1 Tore). 2. Frankreich (5, 3:2). 3. Schweiz (4, 3:3). 4. Island (0, 1:6). Viertelfinals: Niederland – Schweden 2:0. Deutschland –Dänemark 1:2. Österreich – Spanien 5:3 n.P. England – Frankreich 1:0. Halbfinals: Dänemark – Österreich (heute Do um 18.00 Uhr). Niederland – England (heute Do um 20.45 Uhr). Final: So, 6. August, 17.00 Uhr.   


03.08.2017 :: mbu.
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