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Die Wintersportbörse wurde in den 35 Jahren zu einem wichtigen Anlass
Die Wintersportbörse wurde in den  35 Jahren zu einem wichtigen Anlass Langnau:

Nach zwei Sammelhalbtagen am Donnerstag und am Freitag waren die Räume der Kupferschmiede vor der Verkaufseröffnung mit Wintersportartikeln mehr als belegt.

Der Initiant der Wintersportbörse, Beat Ramseier, ist selber ein begeisterter Wintersportler. Mit dem Ziel,  Familien den Erwerb günstiger Utensilien für den Wintersport zu ermöglichen, initiierte er erstmals 1983 eine Tauschbörse, und zwar in der FC-Garderobe im Moos. «800 Franken betrug der damalige Umsatz», so Ramseier. Er liess sich durch diesen Miniumsatz nicht entmutigen, bereits in den Folgejahren wurde der Platzbedarf grösser und grösser, so dass die Garderobe nicht mehr ausreichte. Ramseier konnte sich mit der Tauschbörse in der Oberfeld-Turnhalle einmieten. Schon seit etlichen Jahren dienen ihm und seinen 16 Helferinnen und Helfern vom Sportkub Langnau nun die Räume der Kupferschmiede als Basis für die Börse. Donnerstag und Freitag werden Winterartikel in Kommission entgegengenommen, Freitagnachmittag und Samstagvormittag geht der Verkauf über die Bühne. Heuer war die 35. Austragung dieses Anlasses.

In Reih und Glied sind in den zwei grossen Räumen Skis, Stöcke, Snowboards, Schuhe, Helme, Kleider und vieles mehr aufgereiht, gut gekennzeichnet mit weissen, blauen und grünen Etiketten. «Dies machen wir so, damit die Herkunft immer klar ist und nicht verkaufte Waren dem ursprünglichen Besitzer zurückgegeben werden können. Denn Ordnung muss sein», so Beat Ramseier. Getragen wird die Börse zusätzlich durch die Firmen Ski-Sport Rabela, Langnau, Intersport Kropf, Wasen, Radsport Emmental sowie durch den Sportklub Langnau. «So ist eine fachgerechte Beratung der Kundschaft gewährleistet», sagt der Börseninitiant. 

Sportverein kann profitieren

An diesen zwei Halbtagen wird ein  Gesamtumsatz von 70’000 bis 80’000 Franken generiert. Bei einer Kommission von zehn Prozent für die Geschäfte und 20 Prozent für die Privatkundschaft bleibt ein fetter Batzen, der dem Sportverein und seiner Nachwuchsförderung zugute kommt. So konnten in den vergangenen Jahren auch Noemi Zbären und weitere Leichtathletiknachwuchskräfte von der Börse profitieren. Auch die Primarschulen von Langnau erhalten jeweils einen Zustupf für die Skilager.

Seit jeher sportbegeistert

Der Initiant der Wintersportbörse ist seit jeher sportbegeistert. Der 65-Jährige ist in Wasen aufgewachsen. Nach einer Lehre als Koch bildete er sich  zum patentierten Skilehrer- und Experte Ausbildner weiter. «Das öffnete mir das Tor zur Welt. In St. Moritz führte ich im Winter Promis über die Piste», sagt Ramseier voller Stolz. Später wirkte er in der Badi Langnau als Anlagewart, Bademeister und führte schliesslich auch das dortige Restaurant. Heute betreibt er zusammen mit sechs Mitarbeiterinnen das Ski-Sport-Geschäft Rabela an der Bernstrasse in Langnau.

Auch dem aktiven Sport ist er treu geblieben. So nimmt er jährlich am Engadiner Ski-Marathon teil und begleitet Privatpersonen beim Langlauf, bei Skitouren oder bei Schneeschuhwanderungen. «Und die Wintersportbörse wird auch nächstes Jahr seine Fortsetzung finden», sagt Beat Ramseier bestimmt.

08.11.2018 :: Pedro Neuenschwander
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