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Die Wichtigkeit des guten Starts
Die Wichtigkeit des guten Starts SCL Tigers:

Mit fünf Niederlagen in Serie ist den SCL Tigers der Beginn der Saison vor einem Jahr gründlich missraten. Dieser Fehlstart war rückblickend mitverantwortlich, dass die Emmentaler die Playoffs ganz knapp verpassten. Noch schlimmer verlief der Auftakt vor zwei Jahren, als die Tigers gar die ersten neun Partien verloren hatten, was schliesslich zur Entlassung des damaligen Trainers Scott Beattie führte. Und auch 2015, im ersten Jahr nach dem Aufstieg, legte Langnau unter Benoît Laporte mit sieben Niederlagen in den ersten acht Spielen einen ordentlichen Kaltstart hin. 

Einen solchen wollen die SCL Tigers in der morgen Freitag beginnenden Meisterschaft um jeden Preis vermeiden. Captain Pascal Berger, der im letzten Jahr auch persönlich sehr unglücklich in die Meisterschaft gestartet war und sich gleich im Auftaktspiel gegen die ZSC Lions das Schlüsselbein gebrochen hatte, blickt optimistisch auf die neue Spielzeit: «Wir hatten eine gute Vorbereitung und erfolgreiche Testspiele. Jetzt wollen wir diesen Schwung mitnehmen und diesmal von Anfang an punkten.» Doch das ist einfacher gesagt als getan. Denn nach der langen Vorbereitungsphase und dem harten Sommertraining hat jede Mannschaft gute Vorsätze. Teamleader Berger will den Worten deshalb auch Taten folgen lassen. «Ich muss als Vorbild voran gehen», sagt er. Und falls der Start erneut in die Hosen geht? «Dann muss ich aufstehen und auch mal sagen, dass es so nicht geht.»

 

Mit Leidenschaft und Energie

Dazu hatte Berger in den letzten Wochen noch keinen Grund. Verbesserungspotenzial sieht er in einzelnen Bereichen aber dennoch. «Wir müssen versuchen, unsere Entscheidungen noch etwas konsequenter durchzusetzen», so Berger. «Wenn uns das gelingt, werden wir unsere Ziele erreichen.» 

 

Über dem Tabellenstrich

Das Wort «Playoffs» nimmt der Burgdorfer – genau gleich wie die meisten anderen Langnauer – zwar nicht in den Mund, die Zielsetzung muss für die Mannschaft von Heinz Ehlers aber ganz klar ein Rang über dem Tabellenstrich sein. «Es gibt zwölf gute Mannschaften in der Liga und alle wollen ihre Ziele erreichen», sagt Berger. «Wenn wir in jedem Spiel mit Energie, Leidenschaft, Herz und Freude auftreten und uns als Team weiterentwickeln, kommt es gut.» Noch nicht klar ist, mit welchen Angriffsformationen die Tigers ab morgen ihr Glück versuchen werden. Trainer Ehlers wirbelte die Linien in der Vorbereitung gehörig durcheinander, was ja auch der Sinn von Testspielen ist. Hat der Captain bei der Linienwahl ein Mitspracherecht? Berger verneint: «Ich rede dem Trainer da nicht rein, das ist seine Aufgabe. Er versucht jene Charaktere, welche am besten zusammenpassen, gemeinsam spielen zu lassen. Und ich finde, er macht das gut.» Auf dem Papier ist das morgige Startspiel gegen Aufsteiger Rapperswil sicherlich eine lösbare Aufgabe. Doch Pascal Berger warnt: «Sie haben nichts zu verlieren. Sie haben letzte Saison zum Teil überragend gespielt und im Cup mehrere NL-Teams geschlagen. Ich erwarte ein sehr schweres Spiel.» An der nötigen Motivation dürfte es den Lakers denn auch nicht fehlen, schliesslich wurde ihr Abstieg im April 2015 mit einer 1:5-Niederlage ausgerechnet in Langnau besiegelt, was gleichbedeutend mit dem Aufstieg der Tigers war.

20.09.2018 :: Christoph Schär
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