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Die Schönheit der Bergwelt besungen
Die Schönheit der Bergwelt besungen Biglen:

Die Jodlerinnen und Jodler des ehemaligen Amtes Konolfingen gaben sich ein Stelldichein. Dank einem neuen Konzept ist das Treffen auch für die kommenden Jahre gesichert.



«Ich freue mich auf ein geselliges Zusammensein, so wie es bei uns Jodlern der Brauch ist», schrieb OK-Präsident Simon Eichenberger in seiner Grussbotschaft. Und die Erwartungen des engagierten Jodlers wurden in allen Teilen erfüllt, wie er am Ende des Konzertes bestätigte: «Das Niveau der Vorträge war hoch, alle Vereine wollten ihr Bestes geben! Natürlich spielt auch das bevorstehende eidgenössiche Jodlerfest in Brig eine Rolle.» Denn viele Vereine seien in der Vorbereitung für den Wettauftritt. Sehr wichtig sei aber auch die Geselligkeit. «An Treffen wie diesem können wir Jodler uns austauschen und Freunde treffen, denen wir lange nicht mehr begegnet sind», erklärte Simon Eichenberger. Insgesamt 20 Formationen traten vor vollen Rängen in der Espace Arena Biglen auf. Die Besucher bekamen traditionelle Weisen, aber auch ganz neue Lieder wie das «Abelied» von Ueli Moor zu hören. In bester Jodlerart erzählten viele Lieder von der Schönheit der Berge und dem Leben auf der Alp. Der Jodlerklub Blasenfluh überzeugte mit einem bekannten Werk von Adolf Stähli, «Es Lied wo ds Härz erfreut». Mit einem kompakten Chorklang und klaren Jodelstimmen besang der Verein den Wert der Lieder, ohne die die Welt «wie eine Heimat ohne Berge» wäre. Einen melancholischen Kontrapunkt setzte der Jodlerklub Reutenen mit einem weiteren Lied von Adolf Stähli, «Ab de Bärge», das den Alpabzug thematisiert. 

Hier scherzhaft, dort traditionell

Frisch und fröhlich war der Auftritt des Jodlerquartetts «Geng wie lieber», das sich für ein Lied von Ruedi Bieri entschied: «Säg Froueli gib doch na». Thematisiert wird darin ein Jassabend im Wirtshaus, der daheim nicht ohne Folgen bleibt! Und auf Altbewährtes setzten die Emmentaler Jodler aus Konolfingen, die mit viel Musikalität den Alpaufzug von Oskar Friedrich Schmalz vortrugen. Der Komponist gehörte im Jahr 1905 zu den Mitbegründern der Emmentaler Jodler und prägte den Verein während vieler Jahre. 

Bescheidener Rahmen

Das Jodlertreffen des ehemaligen Amtes Konolfingen hat Höhen und Tiefen durchlebt. Der einst wichtige Anlass in der Region stand 2014 kurz vor dem Ende, da sich kein organisierender Verein mehr fand. Marianne Weingart von der Jodlerfamilie Weingart sprang in die Bresche und holte das Treffen nach Konolfingen. «Bis in das Jahr 2021 ist das Treffen gesichert», bestätigte Marianne Weingart. Es seien genügend organisierende Vereine vorhanden. Wichtig sei ein Umdenken, ergänzte die bekannte Jodlerin: «Das Treffen findet zunehmend in einem bescheideneren Rahmen statt.» Den Vereinen werde damit die Organisation im eigenen Dorf vereinfacht.

 


18.05.2017 :: Benjamin Stocker-Zaugg
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