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Die Position von Frauen in der Wirtschaft und der Politik
Die Position von Frauen in der  Wirtschaft und der Politik Wasen:

Gemeinderätinnen sind im Emmental in der Unterzahl. Einmal im Jahr treffen sie sich zum Austausch und zur Netzwerkpflege – letzte Woche bei Eva Jaisli, CEO bei PB Swiss Tools.



«Weshalb ein Netzwerktreffen nur für Gemeinderätinnen?», ging die Frage an Renate Krayenbühl, Gemeinderätin aus Trachselwald. «Wir Frauen machen Politik anders, nicht besser», begründete die Mitorganisatorin der Netzwerktreffen ihre Motivation. Gerade weil Frauen im Gemeinderat zumeist in der Unterzahl vertreten sind, sei ein Treffen wie dieses von grosser Bedeutung. Die Männer im Gemeinderat seien oft gut untereinander vernetzt, doch wohin wendeten sich Frauen mit ihren Anliegen? Und mit wem könnten sie sich über Ideen austauschen? 30 Gemeinderätinnen folgten der Einladung, um sich dieses Jahr bei der Firma PB Swiss Tools mit dem Thema «Frauen in Wirtschaft und Politik» auseinanderzusetzen und ihr persönliches Netzwerk auszubauen. 

Die einzige Frau sein

«Unternehmerische sind auch politische Herausforderungen», stellte Eva Jaisli, CEO des Schweizer Traditionsunternehmens PB Swiss Tools, fest. Beide Bereiche seien bestrebt, Lösungen für eine erfolgreiche Zukunftsgestaltung zu finden, um das Vertrauen der Kunden oder Wähler zu behalten oder aufzubauen. Nach einer interessanten Einführung in die Arbeitsweise und Produktpalette der Firma gab sie ihre Inputs zum Kernthema des Anlasses weiter. Auch sie kennt die Situation gut, wie es sich anfühlt, die einzige Frau an einem Verhandlungstisch mit Männern zu sein und wie herausfordernd es sein kann, in einem männerdominierten Business ihre Frau zu stehen. Dabei seien Firmen, in denen Frauen Führungsverantwortung übernehmen würden, in der Regel effizienter. Schon alleine deswegen, weil wenn nur Männer entscheiden würden, auch nur die Hälfte der Kundschaft bedient werde, führte Jaisli aus. «Das ist selbst in einer scheinbaren Männerdomäne wie der Werkzeugbranche in Betracht zu ziehen und nicht minder für die Politik von Bedeutung.» 

Kind oder Karriere

Frauen brauchen Förderung. Darum ging es unter anderem in der anschliessenden Diskussionsrunde. Trotz guter Ausbildung ist es für viele Frauen heute immer noch eine Frage des Entweder-Oders. Kind und Karriere bleiben auch im ersten Viertel des 21. Jahrhunderts für viele noch unvereinbar, wenn es an privater Unterstützung, Betreuungsnetzwerken und firmeninterner Förderung mangelt.

Eva Jaisli fand das Netzwerktreffen sympathisch und unterstützenswert. Die Zusammenarbeit lokaler Politikerinnen und Politiker mit Wirtschaftsunternehmen liegt ihr ebenso am Herzen. «Wenn es die Bereitschaft gibt, Lösungen vor Ort und im Dialog zu finden, führt das zu vernünftigen Entscheidungen», ist sie überzeugt. Auch sie diskutierte beim anschliessenden Apéro rege mit den Gemeinderätinnen. 



18.05.2017 ::
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