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Die OGA 2017 ist aufgegleist – und der alte Bahnwagen auch
Die OGA 2017 ist aufgegleist –  und der alte Bahnwagen auch Langnau: Die OGA 2017 ist bereit und wartet mit Neuerungen auf: Mehr Beizen, ein attraktiver Dorfplatz, interessante Events sowie ein charmanter Gast aus dem Welschland.

Dass für den Aufbau der OGA sogar ein Lastwagenkran auffahren muss, ist selbst für Roland Zaugg, langjähriger Bau-Chef der OGA, neu. Nötig machte der Einsatz ein historischer Bahnwagen der Montreux-Oberlandbahn (MOB), die als Gast an der OGA präsent ist. Am Freitagmorgen war der Bahnwagen mit einem Spezialtransport von Montreux ins Emmental gefahren worden. Ein Lastwagenkran hob den 1909 konstruierten Wagen zunächst unmittelbar neben den Anhänger. Um den Wagen in einem Zelt originalgetreu stationieren zu können, mussten dort zuerst die Schienen verlegt werden, auf denen der Wagen auch auf dem Tiefgänger stand. 

Wenn das Dach in die Quere kommt

«Guet, mir chöi ahäiche», war endlich zu hören. Die Helfer befestigten mit massiven Schäkeln vier Struppen an dem Bahnwagen. Eine kleine Gruppe Schaulustiger konnte dann miterleben, wie der 7,5 Tonnen schwere Wagen vom Kran in die Höhe gehoben wurde. Vom Kranführer war eine ruhige Hand gefordert, um den historischen Bahnwagen um die Ecke des Kupferschmiededaches zu zirkeln. War dies geschafft, sollte er von oben direkt in ein Zelt herabgelassen werden, bei dem zuvor die Dachplanen entfernt wurden. Soweit der Plan. In Realität konnte der knapp zwölf Meter lange Wagen nicht so elegant eingefädelt werden Dies, das Dach der Markthalle der Aufhängung des Bahnwagens in die Quere kam. Kurzerhand entfernten die Helfer um Roland Zaug einzelne Elemente des Zeltes und klappten die Seitenwand ein Stück weit herunter. Dann zeigte Zaugg dem Kranführer an, dass er den Wagen ein Stück absenken konnte. Zwei Handwerker sorgten mit Seilen an beiden Enden des Wagens dafür, dass dieser sich nicht drehte und mit dem Zelt kollidierte. Dann zeigte Zaugg dem Kranführer mit dem ausgestreckten Zeigfinger an, dass er den den Arm seines Gefährts noch ein wenig ausfahren müsse. «Guet, itz langsam achelaa.» Gesagt, getan und der Wagen stand auf den Gleisen. 

«Dorfplatz» soll zur Festhütte werden

Den historischen Bahnwagen an seinen Bestimmungsort zu hieven, war für Roland Zaugg und sein Team eine von vielen Herausforderungen. «Wir haben das Budget für die Infrastruktur um rund 40’000 Franken auf 360’000 Franken erhöht», erklärt er. Markanteste Änderungen im Vergleich zur Ausstellung vor drei Jahren: Der «Dorfplatz» zwischen Eisstadion und «Kühni-Treff» ist komplett überdacht und der Eingangsbereich wurde unmittelbar an die Sägestrasse versetzt. «Wir haben festgestellt, dass sich die Infrastruktur des Eisstadions nur bedingt für die OGA nutzen lässt», sagt Ueli C. Gerber, Vorsitzender der Geschäftsleitung. So werden heuer nicht mehr die Kassenhäuschen der SCL Tigers genutzt, sondern eigens für die OGA Container nach Langnau geschafft. Auch wird der «Tigersaal» im Obergeschoss des Stadions nicht mehr so oft genutzt – nun soll wieder der Dorfplatz zur zentralen Festhütte der Ausstellung werden. Dort werden den Besucherinnen und Besucher auch viel mehr Demonstrationen und Konzerte geboten als bei der Ausgabe 2014. 

Viel bieten werden, nebst den fast 200 Ausstellern, auch die Gäste aus Montreux – welscher Charme inklusive. Der schmucke Belle-Époque-Wagen wird in der Aussttellung als Bistro dienen. Bruno Zürcher 

 

Weitere Beiträge zur OGA: Seiten 17,19, 21 und 24.

 

Am Samstag startet die OGA – das Wichtigste in Kürze

Am Samstag um 11 Uhr gehts los: Die OGA 2017 öffnet ihre Türen. Die Oberemmentalische Gewerbe- und Landwirtschaftsausstellung wartet mit einer geballten Ladung an Informationen, Unterhaltung und Neuerungen auf. Rund 160 Firmen und Institutionen präsentieren sich, ein Teil davon in der Sonderschau «Emmental Vielfalt». 35 Unternehmen markieren mit einer Werbefläche Präsenz und in der Ausstellung «Top im Job» werden 13 Berufsfelder beleuchtet. Ausgebaut haben die Organisatoren das Gastroangebot. Heuer können die Besucher der OGA in zehn «Beizli» einkehren. Mit Neuerungen kann auch die Landwirtschaftsausstellung aufwarten: So sind heuer wieder Milchkühe zu sehen und erstemals können an der OGA Bienen beobachtet werden. Welschen Charme bringt die Gastregion, die Montreux Oberlandbahn, ins Emmental. 

 

Bis am 18. Juni dauert die Oberemmentalische Gewerbe- und Landwirtschaftsausstellung. Sie ist samstags und sonntags von 11.00 bis 21.30 Uhr und werktags von 14.00 bis 21.30 Uhr geöffnet. In einzelnen Restaurants werden die Gäste bis in die späten Abendstunden bedient. 

Eintrittspreise: Erwachsene: 8 Franken; bis 16-Jährige: 4 Franken, Kinder bis sechs Jahre gratis. Es sind auch Dauerkarten erhältlich. 

Die Organisatoren raten den Besucherinnen, wenn möglich mit dem öffentlichen Verkehr anzureisen, zumal sich der Bahnhof Langnau in der Nähe befindet. Weiter zeigen Wegweiser, wo sich die Parkplätze befinden. Von dort verkehren Shuttlebusse. Weitere Informationen: www.oga.ch

 

08.06.2017 :: Bruno Zürcher
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