Anmelden
Die Initianten der Mountain-Lodge müssen über die Bücher
Die Initianten der Mountain-Lodge müssen über die Bücher Sörenberg:

Nachdem gegen den Gestaltungsplan der Mountain-Lodge viele Einsprachen eingegangen sind, werden die Papiere überarbeitet und dann erneut aufgelegt.

Die Idee, auf der Parzelle mitten in Sörenberg die so genannte Mountain-Lodge errichten zu wollen, stiess in der ersten Gestaltungsplanauflage auf Widerstand: Einsprecher kritisierten die Grösse des Gebäudes. Es sollte nach den ersten Plänen rund 90 Meter lang und 40 Meter breit sein und über nicht weniger als neun Stockwerke verfügen. Zum andern rief der geplante Bau von über hundert Ferienwohnungen die Organisationen auf den Plan, welche die Zweitwohnungsinitiative lancierten und schliesslich durchgebracht haben. Mit einem Zweitwohnungsanteil von 59 Prozent unterliegt die Gemeinde Flühli dem Bundesgesetz über Zweitwohnungen (die Schwelle liegt bei 20 Prozent).

Eine zweite Auflage verlangt  

«Gemäss Bau- und Zonenreglement der Gemeinde kann der Gemeinderat bezüglich Art und Standort sowie der vorgesehenen Nutzungen die Erstellung eines Gesamtkonzeptes verlangen», schreibt der Gemeinderat Flühli in den Gemeindenachrichten. Von diesem Recht macht der Gemeinderat nun Gebrauch. «Aufgrund der ersten Auflage, bei der sehr viele Einsprachen eingegangen sind, haben wir uns mit den Gesuchstellern getroffen und dann entschieden, statt Einspracheverhandlungen eine zweite Auflage zu machen», erklärt Gemeindeammann Hans Lipp. Der Gemeinderat habe daraufhin gemeinsam mit dem Ortsplaner und Vertretern des regionalen Baumamtes die Rahmenbedingungen für das Areal festgelegt, das als «Dorf-, Tourismus- und öffentliche Zone» gilt; eine Zone, die es in der weitläufigen Gemeinde nur dort gibt. «Die Gesuchsteller werden das Projekt anpassen müssen», meint der Gemeindeammann. Unter anderem seien in den ersten Plänen gewisse Grenzabstände nicht eingehalten worden. «Auch die Höhe haben wir definiert. Vom Niveau der Strasse aus darf das Gebäude maximal noch 15 Meter in die Höhe ragen», erklärt Hans Lipp. Konkret bedeutet dies, dass das Haus einen Stock weniger hoch erstellt werden kann. Weiter hat der Gemeinderat auch die Rahmenbedingungen bezüglich Dachgestaltung, Umgebungsgestaltung, Erschliessung, Lärmschutz, Sichtzonen sowie Eingliederung in das Orts- und Landschaftsbild definiert. Damit sich vorab die Anwohner in der Realität ein Bild der abgeänderten Pläne machen können, hat der Gemeinderat beschlossen, dass für die zweite Auflage des Gestaltungsplanes Profile aufgestellt werden müssen.

Auflagen des Zweitwohnungsgesetzes

Um abklären zu können, ob das Vorhaben bezüglich Zweitwohnungsgesetz bewilligungsfähig ist, muss der Gesuchsteller, die Stalder Immobilien AG, ein detailliertes Bewirtschaftungskonzept einreichen. 

Laut Artikel 7 des Zweitwohnungs-gesetzes sind neue Wohnungen nur erlaubt, wenn es sich um Erstwohnungen handelt (für Einheimische) oder wenn «touristisch bewirtschaftete Wohnungen» erstellt werden. Das bedeutet, dass die Wohnungen nur für eine «kurzzeitige Nutzung» an Gäste vermietet werden und
ein hotelähnlicher Service geboten wird.

Wieder Einsprachemöglichkeit

Bei der zweiten Auflage des Gestaltungsplanes haben Einsprecher wieder die Gelegenheit, ihre Anliegen zu deponieren. Danach geht es weiter mit Einspracheverhandlungen, ehe der Gesuchsteller das eigentliche Baugesuch einreichen kann. 

Der Gemeinderat hofft auf eine gütliche Einigung, zumal schon mehrfach versucht wurde, die Parzelle in Sörenbergs Zentrum zu nutzen. «Der Gemeinderat ist überzeugt, dass die Realisierung des Bauvorhabens die Entwicklung des Ferien- und Touristen-
ortes Sörenberg massgebend verbessern würde».

09.11.2017 :: Bruno Zürcher
Meistgelesene Artikel
Wir haben über Themen berichtet, die uns selber beschäftigten
Konolfingen: Während fünf Jahren haben Arlette Zimmermann und Mira Reinhardt Jugendartikel für...
Er steht mit dem Rücken zum Spiel
SCL Tigers: Das Spiel vom kommenden Sonntag gegen Bern ist bereits seit Wochen ausverkauft. Zu den Derbys...
Nachdem ich letzten Winter mehr lag als stand, weil sich jeder grippale Infekt in mich verliebt zu...
Vo früecher: I ha scho imene früechere Bytrag erwähnt, dass ds Mischtebüeu-Heimet im Heimisbach...
Was stört die Yheimische a Oberdiessbach am meischte?  Ds «Ober» am Afang...
Wochen-Zeitung
Brennerstrasse 7
3550 Langnau i. E.
Tel. 034 409 40 01
Fax 034 409 40 09
info@wochen-zeitung.ch
Redaktion: 034 409 40 05
Öffnungszeiten:
Montag - Freitag
07:30 - 12:00 Uhr
13:30 - 17:00 Uhr