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Die gelungenen Text-Interpretationen beeindruckten die Jury
Die gelungenen Text-Interpretationen beeindruckten die Jury Langnau:

 

In der Regionalbiblio- thek wurde letzten Samstag die dritte Vorlese-Meisterschaft durchgeführt. 15 Leseratten aus elf Gemeinden massen sich in einem spannenden Wettstreit.


Fünf Runden dauerte es, bis am Samstagabend die Vorlesemeisterin des Emmentals 2018 gekürt wurde. Aber eigentlich gehörten an diesem Abend alle zu den Gewinnern, waren sich Publikum und Jury einig. «Ich staune, wie viel Mut die Kinder haben, um vor so vielen Leuten aufzutreten», bemerkte Jury-Mitglied Roger Strub. Und Kollegin und Schauspielerin Heidi Maria Glössner ergänzte: «Mich beeindrucken neben dem Mut auch die gelungenen Text-Interpretationen.»

Alle 15 Wettbewerbsteilnehmer hatten sich am Freitag in einem Workshop auf ihre Auftritte vorbereitet. In den zwei ersten Runden konnten die Sieben- bis Zwölfjährigen ihre Texte zuerst einzeln und dann in der Gruppe vortragen. Anschliessend folgte eine Selektion auf acht Kinder. «Eine schwierige und unangenehme Aufgabe», wie Moderator und Initiator der Meisterschaft, Adriano Manzone, bedauerte. Aber aus Zeitgründen sei es leider unmöglich, mit allen 15 Kindern weiterzumachen. Nach einer kurzen Pause, die einige Teilnehmer sofort wieder mit Lesen verbrachten, folgte dann die dritte Runde des Wettbewerbs. 

Berndeutscher Höhepunkt

Wieder war ein Selbstwahl-Stück angesagt. Neben dem fast erwarteten Klassiker Harry Potter wurden aus dem Blaubeerhaus, der Töpfchenhexe, den Gespensterjägern in Gefahr oder anderen Kinderbüchern vorgelesen. Anspruchsvoll erwiesen sich englische Namen, die aber von den Kindern bewundernswert gemeistert wurden. Für absolute Begeisterung sorgte Noeline Reist, die aus dem berndeutschen Müsli Surimuri vortrug. «Besser kann man das nicht vorlesen», meinte eine tief beeindruckte Heidi Maria Glössner. Sie freue sich auch, dass sie mit dem Teilnehmer Tristan etwas gemeinsam habe. In seinem Wohnhaus in Fankhaus wurde nämlich ein Teil des Films Herbstzeitlosen gedreht, was ihr in bester Erinnerung sei. In der vierten und fünften Runde waren dann die drei Finalisten unter sich, einmal mit einem anspruchsvollen, neu verteilten Text und zum Schluss wieder mit einem Selbstwahl-Stück. 

Die Vorlese-Meisterschaft stammt aus der Ideenküche von Marianne und Adriano Manzone aus Langnau, die darunter «eine etwas andere Leseförderung» verstehen. Adriano Manzone: «Bücher bleiben Kindern wichtig, das beweisen solche Anlässe.» In Bibliotheken, Schulen und Gemeinden habe man auf die Vorlese-Meisterschaft aufmerksam gemacht. 

Aktion für das Lesen 

Übrigens findet am 26. Mai in Münsingen zum ersten Mal ein ähnlicher Anlass statt; dort wird der VorleseMeister Bern-Ost erkoren.

Preise erhielten am Ende in Langnau natürlich alle Kinder. Gutscheine, Spezialpreise für den besten Lacher oder fesselnde Dramatik, aber auch Pokale für Selma Kaidi, elf Jahre, Langnau (1. Platz), Noeline Reist,neun Jahre, Zollbrück (2. Platz) und Arlind Verastegui, acht Jahre, Schwanden (3. Platz).

17.05.2018 :: Kathrin Schneider
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