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«Die Gegner verzweifeln fast daran»
«Die Gegner verzweifeln fast daran» SCL Tigers:

 

Verteidiger Federico Lardi sagt im Interview, weshalb ihn die Tabelle nicht interessiert, was Tigers-Hockey bedeutet und wie sich Trainer Ehlers verändert hat.

 

Nach dem morgigen Heimspiel gegen die ZSC Lions haben die SCL Tigers 25 Partien und damit die Hälfte der Qualifikation absolviert. Zeit für eine Bilanz. Federico Lardi (33), der Verteidiger mit der meisten Eiszeit bei Langnau, nimmt zu diversen Themen Stellung.

 

Federico Lardi, nach zuvor zwei Niederlagen war der Sieg am letzten Dienstag im «Sechspunktespiel» gegen Servette enorm wichtig. Es brauchte aber viel Geduld, oder?

Wir haben sehr viel Druck gemacht, aber der Puck wollte lange nicht rein. Das Tor von Pesonen war dann eine Erlösung. Danach wurde es sehr schwierig für Servette.

 

Dank diesem wichtigen Erfolg sieht die Tabelle für Langnau weiterhin sehr erfreulich aus.

Die Fans dürfen sie gerne ausdrucken, wir aber schauen grundsätzlich nicht auf die Tabelle. Sie sieht jetzt vielleicht gut aus, aber wir haben noch gar nichts erreicht. Wichtiger als die Tabelle ist, dass wir die aktuelle Dynamik im Team behalten können.

 

Also ist das Wort «Playoffs» weiterhin tabu?

Bis zu den Playoffs fliesst noch viel Wasser die Ilfis runter. Wenn wir aufhören weiterhin hart zu arbeiten, werden wir die Playoffs sicher nicht erreichen. Deshalb müssen wir weiter unser Tigers-Hockey spielen.

 

Wie definieren Sie Tigers-Hockey?

Wir sind nicht da zum Zaubern, wir müssen uns die Siege erkämpfen. Wir müssen laufen und in den Ecken Scheiben ausgraben. Unser System basiert darauf, dass alle einander helfen und sich unterstützen. Dadurch sind wir kompakt. Die Gegner verzweifeln manchmal ja fast daran.

 

Diese Tugenden hat man nach dem sehr guten Saisonstart in den letzten Spielen ab und zu ein bisschen vermisst.

Wenn man Spiel um Spiel gewinnt, vernachlässigt man das vielleicht etwas. Vielleicht auch, weil wir manchmal trotz nicht so guten Leistungen noch Punkte gewonnen haben. Aber wir waren auch bei manchen Niederlagen nicht schlecht. Anfang Saison gingen die Scheiben rein, auf einmal nicht mehr so leicht, obwohl wir genau das gleiche gemacht haben. Da muss man einem Teamkollegen auch mal sagen «Mach einfach weiter so, du hast ja schon bewiesen, dass du es kannst.»

 

Viele Spieler sagen, dass die Stimmung im Team noch nie so gut war wie in dieser Saison. Sehen Sie das auch so?

Die Euphorie ist immer grösser wenn man gewinnt. Es ist einfacher einem Teamkollegen zu sagen, dass er etwas gut gemacht hat, als ihn zu kritisieren. Aber die Gruppe stimmt, die Stimmung ist wirklich sehr gut.

 

Sie haben Ihren Vertrag vor kurzem verlängert. Man hört, Sie haben mit der Unterschrift zugewartet, bis klar war, dass auch Trainer Ehlers bleibt.

Dass ich meinen Vertrag einen Tag nach ihm verlängert habe ist purer Zufall. Mir gefällt es super in Langnau, es ist sehr familiär hier. Deshalb freue ich mich, noch zwei weitere Jahre hier zu bleiben.

 

Sie haben schon in Lausanne drei Jahre lang unter Heinz Ehlers gespielt. Damals entstand der Begriff «Beton-Hockey». Davon sieht man in Langnau aber nicht mehr viel. Hat er sich verändert?

Das Hockey und die Spieler verändern sich laufend und auch sein System hat sich verändert. Die Grundbasis ist immer noch gleich und für uns Verteidiger ist das System immer noch gleich streng, jeder weiss genau was er zu tun hat. Aber die Stürmer haben ein bisschen mehr Freiheiten und Spielraum für Kreativität. Er hat sich dem Hockey angepasst und sich auch kommunikativ etwas verändert.

 

Wie meinen Sie das?

Er weiss genau wie er die einzelnen Spieler anpacken muss. Manche musst du immer mal wieder loben damit sie ihre beste Leistung abrufen können und mit anderen musst du etwas härter sein. Das beherrscht er sehr gut.

06.12.2018 :: Christoph Schär
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