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Die EMK Oberemmental konzentriert sich auf einen Standort
Die EMK Oberemmental konzentriert sich auf einen Standort Langnau/Signau:

In Schüpbach wollte die Evangelisch-methodistische Kirche Oberemmental ein neues Zentrum bauen. Daraus wird nichts – weil in Langnau schon alles vorhanden ist.


2012 fusionierten die Evangelisch-methodistischen Kirchen (EMK) Signau und Langnau zur EMK Oberemmental. «Seither findet der Gottesdienst am ersten und dritten Sonntag in Langnau und am zweiten und vierten Sonntag in Signau statt», erklärt Hans Neuenschwander, welcher dem Vorstand der EMK Oberemmental angehört. Künftig dürften sich die Mitglieder und Freunde der Freikirche nur noch in Langnau versammeln. 

Kein neues Zentrum in Schüpbach

An der ausserordentlichen Hauptversammlung haben die Mitglieder entschieden, die Idee, in Schüpbach ein neues Gemeindezentrum zu errichten, nicht weiterzuverfolgen. Die EMK besitzt in Schüpbach an der Hauptstrasse 17 eine Liegenschaft. Das Haus wird derzeit von der Freikirche nicht genutzt, sondern ist vermietet. «Auf dem Grundstück wäre vom Platz her nebst einem Gemeindezentrum auch noch ein Mehrfamilienhaus realisierbar», erklärt Neuenschwander. Grundsätzlich gehören die Liegenschaften nicht den lokalen Gemeinschaften, sondern der EMK Schweiz. An den Kosten für das neue Gemeindezentrum in der Höhe von mehreren 100’000 Franken hätte sich aber die EMK Oberemmental beteiligen müssen  . 

Die klare Mehrheit der Mitglieder hat sich für den Standort Langnau ausgesprochen. «Wir haben dort eine sehr gute Infrastruktur», nennt das Vorstandsmitglied das Hauptargument für den Entscheid, die Schüpbacher Pläne zu schubladisieren. In der Tat hat das «Zentrum 34» an der Alleestrasse in Langnau einiges zu bieten. Als erstes fällt die 1899 erstellte, an englische Sakralbauten mahnende Kapelle auf, die im Innern auch zwei Wohnungen beinhaltet. Daneben steht der 2006 errichtete Neubau, der verschiedene Räumen samt Küche bietet – ideal für das Gemeindeleben abseits der Gottesdienste. 

Noch unklar ist, was mit der Liegenschaft an der Hauptstrasse 17 in Schüpbach sowie der Kapelle im Moos in Signau geschehen soll. «Dieses Gebäude ist an sich gut ‹zwäg›, hat aber da und dort Sanierungsbedarf. Beispielsweise müssten die sanitären Anlagen erneuert und die Gebäudeisolation verbessert werden», erklärt Hans Neuenschwander und fügt an, dass auch die Platzverhältnisse in der Kapelle Moos manchmal etwas knapp seien – dies obwohl in den letzten Jahren die Zahl der Mitglieder und Freunde der EMK Oberemmental von rund 120 auf deutlich unter 100 Personen geschrumpft ist. 

EMK Schweiz entscheidet mit

Mit der Zukunft der beiden Gebäude, für die eine neue Nutzung gefunden werden muss, werden sich die Mitglieder der EMK Oberemmental erst an der ordentlichen Hauptversammlung im kommenden Jahr befassen. Bis dahin wird sich auch der Bauausschuss von EMK Schweiz Gedanken über die Zukunft der Liegenschaften in Schüpbach und Signau machen.

01.11.2018 :: Bruno Zürcher
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