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Die Bürokratie wird immer grösser
Emmental:

An der Delegiertenversammlung des Emmentalischen Fleckviehzuchtverbandes wurde Rudolf Sommer zum Präsidenten gewählt. Die wachsende Bürokratie belastet die Bauern.

Präsident Walter Lüthi eröffnete die Versammlung mit dem Satz «den Ball flach halten». Mit diesem Begriff aus dem Fussball meinte er aber nicht, dass sich die Landwirte ruhig verhalten sollten. Er sei der Ansicht, dass ab und zu ein Steilpass kommen müsse. Er ermutigte die Landwirte, auf sich aufmerksam zu machen. Es müsse bekannt werden, dass die Schweizer Produkte die besten seien und nicht bloss die teuersten. «Alles aussitzen und schweigen bringt nichts», erklärte der Präsident weiter. 

Das vergangene Jahr sei zwar «gäbig gsy zum Bure», doch die Bürokratie werde immer grösser. Er werde wohl bald jemanden anstellen müssen, damit diese Aufgabe bewältigt werden könne. Walter Lüthi appellierte an den Bauernverband, dass dieser sich um eine Vereinfachung kümmern solle.


Wissen weitergeben

Da Walter Lüthi das Präsidium des Emmentalischen Fleckviehzuchtverbandes wegen Amtszeitbeschränkung abgibt, blickte er auf die acht Jahre seines Wirkens zurück und bedankte sich bei seinen Wegbegleitern. Er erklärte, dass Viehzucht etwas ganz Persönliches sei und es dabei sowohl die Jungzüchter wie auch die Altzüchter brauche. So könne viel Wissen weitergegeben werden und beide Seiten könnten voneinander profitieren.

Hansjörg Rüegsegger, Präsident des Bernischen Bauernverbandes, war der Ansicht, dass die Agrarpolitik im Bauernverband gemacht werde müsse und nicht im Bundeshaus. «Landwirte sind in ihrem Beruf gut ausgebildet und verstehen etwas von Rassentierzucht», erklärte er weiter.


Auszeichnung für 150’000 Kilo Milch

Die von Ueli Wüthrich präsentierte Verbandsrechnung schliesst mit einer Vermögenszunahme von rund 4500 Franken ab. Dem Verband sind Anfang 2018 total 1387 Mitglieder sowie 28’969 Herdebuchtiere angeschlossen. Dies bedeutet ein Rückgang um 38 Mitglieder und 855 Herdebuchtiere. Besonders geehrt und mit einer Plakette ausgezeichnet wurden 52 Kühe, welche eine Leistung von 100’000 Kilo Milch erbracht haben. Eine Kuh aus dem Stall von Katharina Pfister aus Rüegsbach brachte es gar auf eine Leistung von 150’000 Kilo Milch in ihrem bisherigen Leben. 

Zum neuen Präsidenten wurde der bisherige Vizepräsident, Rudolf Sommer aus Wynigen, gewählt. Neu im Vorstand mitwirken wird Ueli Moser aus Oberdiessbach. Als neuer Vertreter in die Verwaltung von Swissherdbook wurde Jürg Küng aus Tägertschi nominiert.

11.01.2018 :: ues.
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