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Die Brandis Ladies wollen Meister werden
Die Brandis Ladies wollen Meister werden SWHL-B:

Der Meistertitel soll es sein – so formuliert Brandis-Ladies-Präsidentin Anita Rohrer das Saisonziel. Allerdings verfolgen die in Hasle beheimateten Ladies auch soziale Ziele.

Es ist erst zwei Jahre her, seit Brandis letztmals den Schweizermeister-Titel in der zweithöchsten Spielklasse der Frauenliga SWHL holte – dann aber auf den nächsten Schritt, die Bestreitung der Aufstiegsspiele, verzichtete. Das hat sich geändert. Obwohl nur Playoff-Halbfinalist, stellten sich die Brandis Ladies Ende der letzten Saison der Herausforderung Ligaqualifikation. Beide Spiele gegen Weinfelden gingen zwar verloren, «aber wir haben einiges mitnehmen können,  und das war uns wichtig», bilanzierte die Klub-Präsidentin Anita Rohrer damals.

Eigene Garderobe und mehr Eiszeit

Seither hat sich vieles verändert: Grundpfeiler der Vorwärtsstrategie ist das Wissen, «dass wir und das Frauenhockey in Hasle nicht nur geduldet,  sondern willkommen sind.» Das Team hat nach dem Wegzug der MSL-Mannschaft nach Huttwil nicht nur eine eigene, selber umgebaute Garderobe erhalten, sondern auch mehr Eis für die Trainings zur Verfügung. Und die Brandis Ladies bekennen sich klar und akzentuiert zum Leistungssport. Sie tun das überlegt und legen einen Plan vor, der erfolgsversprechend ist. Da ist einerseits die Tatsache, mit mehr Trainings einen Schritt vorwärts zu kommen. Da ist andererseits die neue Zusammenarbeit mit dem SWHL-A-Team Bomo Thun. Rohrer: «Wir wollen zusammen für alle leistungsorientierten Mädchen im Eis-hockey DIE Adresse in der Region Bern – Emmental – Berner Oberland werden und damit der Abwanderung unserer Spielerinnen zu Grossklubs entgegenhalten.» Dabei stellt Rohrer das wichtigste Element einer solchen Förderung in der Vordergrund: Die betroffene Spielerin. «Eine offene und transparente Kommunikation mit der Spielerin und ihren Eltern ist extrem wichtig. Im Mittelpunkt steht der Mensch, die Sportlerin und nicht die Klubinteressen.»

 

Synergien nutzen

Für das erste Jahr wollen die beiden Klubs ihr Projekt «sanft anlaufen lassen.» Beiden Klubs stehen die Trainings-Türen des Partners jeweils offen. Damit können beide Teams voneinander profitieren, Brandis von der schnelleren Spielkultur der Thunerinnen, Bomo von zusätzlichen Trainingsmöglichkeiten. Über einen Spieleraustausch habe man noch nicht konkret gesprochen. «Wir sind jedoch  überzeugt, dass wir auch hier Synergien schaffen können, einerseits damit die Thuner Nachwuchsspielerinnen mehr Einsätze erhalten, andererseits dass unsere Talente mal SWHL- A-Luft schnuppern können.» Zum Förderprogramm gehört auch ein Girls-Trainings-Day. «Die Premiere war ein voller Erfolg, wir hatten über 60 Mädchen auf dem Eis. Das zeigt uns, dass Frauenhockey einem Bedürfnis entspricht und Mädchen wirklich auch Eishockey spielen wollen. Deshalb ist es uns ein Anliegen, in der Region weitere Zeichen zu setzen.» Überhaupt streben die Brandis Ladies noch stärker nach einer regionalen Verankerung und möchten ihren Bekanntheitsgrad anheben. Im sozialen Bereich engagieren sie sich als Botschafter der Stiftung «Help and Hear», die Gian Gilli als Präsident leitet.  «Mitte Oktober werden wir ein Eislaufen mit gehörlosen oder hörbehinderten Kindern anbieten.»

 

«Wir wollen den Meistertitel»

Sportlich haben die Brandis Ladies einiges vor. Anita Rohrer erwartet eine «ausgeglichene Meisterschaft. Persönlich schätze ich Wil mit seinen neuen Spielerinnen aus dem In- und Ausland als stärker ein als in ihrer ersten B-Saison. Auch Aufsteiger Sursee dürfte nach der Reaktivierung verschiedener ehemaliger A-Spielerinnen vorne mithalten wollen.» Mit den GCK Lions (Farmteam von Meister ZSC Lions), Langenthal (das neu mit dem A-Klub Reinach eine Partnerschaft eingegangen ist), Kreuzlingen-Konstanz (Partnerteam des A-Klubs Weinfelden), Bassersdorf und den Fribourg Ladies werden eine Reihe anderer B-Klubs an der Spitze mitmischen wollen. Und an dieser Spitze wollen die Brandis Ladies am Ende der Qualifikation stehen und in den Playoffs um den Meistertitel
spielen. Zu einem allfälligen Vergleich mit dem Letzten der SWHL A sagen die Brandis Ladies bereits vor Saisonstart Ja – und zwar mit einem
Ausrufezeichen.

 

Die Transfers der Brandis Ladies

Zuzüge: Leila Dähler (Huskys), Janina Habegger (St Imier/Lausanne), Daniela Hirsiger-König, Rebecca Schär (beide DHC Lyss), Domenica Maurer (Huskys), Dunja Fasel (GCK), Melanie Lambert, Timea Messerli (beide SC Lyss)

 

Abgänge: Jacqueline Kalbermatter (Rücktritt), Aylin Mischler (Pause), Emma und Lina Ingold (beide Bomo)

 

Einige der neuen Spielerinnen werden die Meisterschaft auch mit den Nachwuchsteams ihres Stammclubs bestreiten. Torhüterin Dunja Fasel spielt zudem bei den Junioren von Münchenbuchsee-Moosseedorf.

 

Das erste Heimspiel im «Brünnli» findet am kommenden Samstag, um 19.45 Uhr statt. Gegner ist Kreuzlingen-Konstanz.

13.09.2018 :: Daniel Monnin
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