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Die Bergkäserei Marbach AG weihte ihre neue Besuchergalerie ein
Die Bergkäserei Marbach AG weihte ihre neue Besuchergalerie ein Marbach:

In der neugestalteten Besuchergalerie der Berg-
käserei Marbach AG begegnen sich Tradition und Fortschritt. Naturprodukte vereinen sich mit der «sagenhaften» Landschaft.



Mit Festzelt, Degustationen und Bungee-Trampolin für «sagenhafte» Sprünge wurde am Samstag und Sonntag die neugestaltete Besuchergalerie der Bergkäserei Marbach AG gefeiert. Am Vorabend präsentierte das Geschäftsführer-Ehepaar Michael und Regula Jaun-Felder den geladenen Gästen, Behörden- und Biosphärenvertretern das neue Bild der Bergkäserei: die neu gestaltete Besuchergalerie. 

Der Anfang war in Schangnau

Senior-Chef Christian Jaun gab einen kurzen historischen Überblick über die Entstehung der Bergkäserei Marbach AG. Sie begann mit der Dorfkäserei Wald an der Kantonsgrenze Marbach–Schangnau, die er 1981 als Milchkäufer übernahm. 1987 konnte er nach weiteren Übernahmen die Produktion verdoppeln. Die Käserei Schangnau AG war geboren. 2008 wechselte er an den jetzigen Standort und aus der Käserei Schangnau wurde die Bergkäserei Marbach AG. Heute wird der Betrieb von seinem Sohn Michael geführt. Die regionalen Milchbauern sind als Aktionäre am Unternehmen beteiligt.

Der erste Büffel-Mozzarella

Auch Wasserbüffel, die am Tag der offenen Türe gezeigt wurden, spielen in der Geschichte der Käserei eine wichtige Rolle. Die sensiblen, neugierigen und anhänglichen Tiere wurden 1996 aus Rumänien importiert. 1997 stellte die Käserei den ersten Büffelkäse her und 1999 den ersten Schweizer Büffel-Mozzarella.

Aus der Zeit der Zuckersiederei

Michael Jaun zeigte den Gästen die neugestaltete Besucher-Galerie, wo Tradition und Fortschritt aufeinandertreffen und traditionelles Handwerk sich mit gesunden Naturprodukten verbindet. Die Fenster der Galerie lassen den Blick auf die modernen Produktionsräume frei. Ausstellungsgegenstände und Tafeln zeugen von der Geschichte und Tradition der Zuckersiederei, die 1787 mit der Produktion des ersten Milchzuckers  auf einer Entlebucher Alp begann. Im 19. Jahrhundert exportierte Marbach als Zentrum der Milchzuckerproduktion seine Zuckerblöcke bis in die USA. Dazu kochte man die frische Molke, die bei der Käseherstellung entsteht, 16 bis 22 Stunden lang, bis das Wasser verdampft war und Zuckersand zurückblieb. Mit der industriellen Milchverarbeitung und dem Aufkommen von Rüben- und Rohrzucker in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts endete dieses Gewerbe allmählich. Heute wird der Molke das Wasser in einer speziellen Filteranlage entzogen. Danach wird sie an einen Kunden geliefert, der daraus Kälberfutter herstellt. 

So gesehen ist die Bergkäserei Marbach AG Nachfolgerin der Marbacher Zuckersiederei. Auch sie exportiert ihre Produkte in die ganze Welt bis in die USA. 


18.05.2017 :: Bernadette Waser
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