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Dert, wo d Handwärker gwohnt hei
Dert, wo d Handwärker gwohnt hei

I dr Gmein Trachsuwaud hei grad es paar Handwärk u Brüef ihri Spure i de Ortsnäme hingerlaa. Ir «Saagi» isch logischerwys Houz gsaget worde – u das isch geng no so. Ir «Gärbi» hingänge wärde kener Tierhüt meh gärbt. Nümme im Betrieb isch o ds «Chougrüebli», dert isch früecher köhleret worde, u o d «Stampfi» stungget nümme, dass mes wytumenang ghört. Gstampfet het me dert Chnoche. Bevor me se het düreglaa, het me jedes no so chlyne Bitzeli Fleisch müesse abmache u die Chnöche nächhär la trochne, bis si düür sy gsy. Nächhär het me se ir Stampfi zu Pulver gstampfet. Das het me aus Dünger chönne bruche oder o für Houzliim. E Gigebouer het mir säuber mau gseit, dass är no hüt settige Liim bruchi – dä syg super elastisch u löi sech o wieder la lööse, we me ne tüeg erwerme. 

Houz, we o chly weniger filigran verarbeitet aus dr Gygebouer, het o dr Chüeffer brucht, wo im Chüefferhus het gwohnt. Theo-
retisch wär o müglech, dass d Bezeichnig Chüefferhus vomene Familiename chiem, das isch aber weniger guet müglech. Bim Chüeffere däicht me i erschter Linie a Wyfesser. E Chüeffer im Heimisbach het aber vor auem Mäuchtere, Söibüttine oder öppe Bschüttfessli gmacht.  

Grad e ganze Ortsteu isch im Heimisbach nach em Hus vom Chrämer benamset worde. Die erschti Erwähnig fingt me im Urbar von 1539: «der hoff Kramers husz genant». O Chramershusbärg u Chramershusschache sy autbeleit. Dä Ortsteu isch scho im 16. Jahrhundert ds wirtschaftleche Zäntrum vo dr ganze Tauschaft gsy u wägem uffäuige Chramhus zu sire Bezeichnig cho. Ds Wort «chramer» isch übrigens scho im Mittuauter gebrüchlech gsy. E Händler, e Chrämer äbe, isch denn aus «krâmaere» bezeichnet worde. 

I däm Tau hets no wyteri Handwärch gha. Im Wagnerhus sy Wäge, Schnägge u vilech o Gutsche bout worde. D Achse u d Reife für d Raad sy villech ihr Schmitte im Thau gmacht worde. 

08.02.2018 :: Bruno Zürcher
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