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Der Skihelm ersetzte die «Tschöttelikappe»
Der Skihelm ersetzte die «Tschöttelikappe» Ski alpin: Was als Männer-Skiklub begann, ist mittlerweile zum sportlichen Freizeitklub für die ganze Familie avanciert. Der Skiklub Bowil feiert am 9. November seinen 75. Geburtstag.

«Den Skisport fördern und gemeinsam Rennen bestreiten, war das Credo im Gründungsjahr 1943», erzählt die aktuelle Präsidentin des Skiklubs Bowil, Ruth Häni. 21 aktive und sieben passive Mitglieder waren vor 75 Jahren dabei. Heute sind es 146 «Skiklübler». Bereits 1949 fanden erste Statutenänderungen statt; es durften nun auch Frauen beitreten. Holzskis, Bambusstöcke, Wadenbinder, Lederschuhe, Strickpullover und eine «Tschöttelikappe» gehörten dazumal zu einer Montur. Dies hat sich mit den Jahren gewaltig verändert: Nicht nur die Ausrüstung wurde stark modernisiert, auch die Kleidung wurde robuster und statt einer Kappe trägt man nun doch lieber einen Helm. 

Anlässe verändern sich

Der Chuderhüsilauf wurde nach viermaligem Durchführen dem Skiklub Chuderhüsi abgetreten und das
Schülerskirennen der Lehrerschaft. Somit blieb das Ringgisskirennen, welches am Sonntagvormittag mit einem Slalom und am Nachmittag mit einer Abfahrt ausgetragen wurde, der wichtigste Winteranlass. Aus Schneemangel und wegen der zunehmenden Sicherheitsvorschriften wurde 1994 mit dem 25. Rennen die Organisation und Durchführung des Skirennens beendet. Dem Ringgis blieb der Skiklub Bowil aber treu: Aus dem
Skirennen wurde ein Berglauf. Im Oktober wurde der Ringgisberglauf bereits zum 28. Mal durchgeführt.

 

Anspruchsvolle Touren

Früher fanden im Sommer anspruchsvolle Hochgebirgs- und im Winter geführte Ski-Touren statt. Ofenhorn, Wetterhorn, Wildstrubel, Alpenstock und einige mehr sind unter den Tourenleitern Hans Siegenthaler, Daniel Witschi und Peter Röthlisberger erklommen worden. Auch die bunten Abende, welche vom Klub als Einnahmequelle durchgeführt wurden, erinnerten an die guten alten Zeiten. 1979 konnten die ersten Klubjacken angeschafft werden und 1983 wurde der Kauf von 20 Barrivox-Verschütteten-Suchgeräten getätigt. 

«Die Geselligkeit war uns seit jeher wichtiger, als Weltklasseskifahrer auszubilden», erklärt Ruth Häni. Da der Skiklub Bowil nicht Mitglied des Schweizerischen Skiverbandes ist, ist es auch aus Kostengründen kaum möglich, Talente zu fördern. Lieblingsskigebiet war früher die «Wintersite» in Bowil, später Bumbach und nun die Elsigenalp. Schaut man das Sommerprogramm an, findet man eine Meisterschaft, welche aus fünf Disziplinen besteht: Kleinkaliberschiessen, Darts-Wettkampf, Ringgisberglauf, Kegelmeisterschaft und Indoor-Minigolf. Wandern, eine Sportstafette, die Versammlungen und gemeinsam in einem Sportgeschäft einkaufen gehen, gehören auch zum Programm. 

Mehr als Sport 

Im Winter finden neben den Schneesporttagen ein Besuch im Solbad und eine Visite im Bundeshaus, Yoga, Lotto und eine Jassmeisterschaft statt. Das Programm wird Jahr für Jahr den Wünschen der 146 Mitglieder angepasst. 

Der Skiklub Bowil freut sich darauf, am Freitag, 9. November, zusammen mit Delegationen der Dorfvereine den 75. Geburtstag zu feiern.

 

08.11.2018 :: Sylvia Siegenthaler
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