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Der neue Werkhof soll auf dem Eisplatz in Grünen gebaut werden
Der neue Werkhof soll auf dem  Eisplatz in Grünen gebaut werden Sumiswald:

Der Werkhof im «Stettlerhaus» genügt den heutigen Anforderungen nicht mehr. Das Gebäude soll verkauft und in Grünen ein neuer Werkhof und Entsorgungshof gebaut werden.

Seit gut einem halben Jahrhundert dient die ehemalige Käsehandlung «Stettlerhaus» an der Marktgasse 18 der Gemeinde Sumiswald als Werkhof. Ausser einer Dachsanierung sind in dieser Zeit am Gebäude keine grösseren Umbauten erfolgt. Der Fahrzeugpark ist in einer gemieteten Einstellhalle im Eichholz remisiert. Zudem existieren noch weitere externe Material-Magazine. Diese veraltete Infrastruktur erschwert ein rationelles Arbeiten der sechsköpfigen Werkequipe erheblich.

Kaufangebot vorhanden

Vor fünf Jahren hat ein Mitwirkungsverfahren grossmehrheitlich aufgezeigt, dass die Liegenschaft, primär aufgrund des grossen Investitionsbedarfs, verkauft werden soll. Nun liegt der Gemeinde ein Kaufangebot eines einheimischen Interessenten vor, welcher das geschichtsträchtige «Stettlerhaus» erwerben und ausbauen möchte. Für den Werkhof und die dortige Entsorgungsstelle musste daher ein neuer Standort evaluiert werden. Dabei stand im Vordergrund, kommunale Parzellen zu überprüfen um kein fremdes Grundstück erwerben zu müssen. Auch eine mögliche Ausla-gerung der gesamten Infrastruktur des Werkhofes und der Abfallentsorgung an Dritte wurde in Erwägung gezogen.

«Eisplatz» in Grünen

Von allen sechs geprüften Standorten sei das «Eisplatz»-Areal bei der Reithalle in Grünen am idealsten, erklärten die Projektverantwortlichen anlässlich einer Pressekonferenz vor Ort. «Zwar liegt der Standort am Rande der Gemeinde, aber im Hinblick auf auswärtige Nutzer ist dies bestimmt von Vorteil. Der Platz ist gut erschlossen und erreichbar. Die Emissionen und die Berücksichtigung des Ortsbildes sind verträglich. Mögliche Naturgefahren wurden mit den zuständigen Amtsstellen abgeklärt», meinte Fritz Kobel, Leiter Bau und Betriebe.  

Kein Grünzeug

An den L-förmigen Werkhof angebaut wird eine offene Halle (300 Quadratmeter) zur Entsorgung von Abfällen aller Art. Die bediente Sammelstelle wird voraussichtlich am Mittwochnachmittag und am Samstagvormittag für jedermann geöffnet sein. «Eine Grüngut-Sammelstelle wird hier allerdings nicht betrieben. Da suchen wir nach einer anderen Lösung», versicherte Gemeinderat Fritz Lehmann. 

Die Kosten für den Entsorgungshof belaufen sich auf fast eine halbe Million Franken. Sie werden der Spezialfinanzierung «Abfallentsorgung» entnommen.

Urnenabstimmung

Auf knapp zwei Millionen Franken wird der Werkhof-Neubau beziffert. Anfang 2019 wird die Stimmbevöl-kerung an der Urne über den erforderlichen Bruttokredit von 2,4 Mil-lionen Franken für den Neubau Werk- und Entsorgungshof befinden können. Die Inbetriebnahme ist für 2020 vorgesehen.

12.07.2018 :: Ulrich Steiner
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