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Der Herbst und die Wetterlagen
Kolumne:

Ein Thema, das immer zu reden gibt, ist das Wetter. Dieses Jahr eigentlich ein schönes Thema, doch hier in der Schweiz manchmal schon fast eine «eintönige» Geschichte für unsere Meteorologen auf dem Dach. Der Herbst ist eine der vier meteorologischen und astronomischen Jahreszeiten und findet zwischen Sommer und Winter statt. Dieses Jahr ist der Herbst besonders schön und freundlich warm, ja schon fast noch sommerlich in der Temperatur. Ich finde diese farbenfrohe Zeit nach dem diesjährigen hellen, heissen Sommer bereichernd für Seele und vor allem für mein Gemüt. Mir selbst verleidet dieser wunderschöne Anblick in die rot-gelben Wälder nie. Ich gebe zu, für mich dürfte der Herbst jedes Jahr so herrlich sein. Trotz aller Schönheit fallen diese farbenfrohen Blätter dennoch demnächst zu Boden und bedecken, wenn noch vorhanden, das grüne Gras darunter. Foto um Foto füllen meine Festplatte, damit ich die Aussicht von den Bergen erneut in Erinnerung rufen kann. Oft durfte ich im Status von Whatsapp-
Freunden grossartige Bilder sehen, die mit uns allen geteilt wurden. Wenn ich zwischendurch mal Zeit fand, liess ich die Bilder durchlaufen und betrachtete diese Schönheiten. Bei manchen konnte ich nicht widerstehen. Da schrieb ich spontan als Antwort ein «Wauw, wie schön» oder «Das isch ja meeeeega schön» zurück. Und manchmal bettelte ich um dieses schöne Bild, um erneut die Festplatte zu füllen mit so schönen herbstlichen Landschaftsbildern. 

Die Wetterlage der letzten Wochen war sehr stabil und verlässlich. Diese Wetterlage war aber auch einzigartig. Da kommen wir nun zum Begriff Singularität = einzigartige Wetterlagen in der Meteorologie. Meistens finden diese einzigartigen Wetterlagen im Jahr mehr oder weniger ausgeprägt statt. Dieses Jahr aber wirklich ausgeprägt einzigartig. Es ist ein aussergewöhnlich langer Altweibersommer, wenn man das überhaupt noch so sagen darf. Aber es handelt sich dieses Jahr wirklich um ein langes warmes Ausklingen des Sommers. Was wir ja alle sehr zu schätzen wissen. Und wer weiss, ob vor dem Winteranfang nicht noch eine nächste Wetterlage aufzublühen vermag? Nämlich der Martinisommer, der Mitte November mit einem Wärmeeinbruch manche Pflanzen aus ihrer Ruhe bringen kann. Sei es noch so kurz vor dem Winteranfang. 

Auf eine andere singuläre Wetterlage möchte ich aber gerne verzichten. Freiwillig. Ohne Fotos und Erinnerungen. In acht Wochen soll es viel Schnee haben und allen Freude bereiten. Denn diese gefürchtete Wetterlage nennt sich leider unschön: «Weihnachtstauwetter». Nun wünsche ich Ihnen allen noch ganz viele schöne Herbsttage.

08.11.2018 :: Vroni Thalmann, Flühli
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