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Der Appetit auf mehr ist angeregt
SCL Tigers:

Es ist wie praktisch immer in den letzten Jahren. Die SCL Tigers verpassen ein weiteres Mal die Playoffs. Sie verteidigen aber auch ein weiteres Mal ihren Platz in der höchsten Spielklasse. Für ein Eishockeyunternehmen von der Grössenordnung und den wirtschaftlichen Möglichkeiten der SCL Tigers ist und bleibt der Ligaerhalt ein Erfolg. In der National League A spielen zu können ist angesichts der zum Teil übermächtigen Konkurrenz keine Selbstverständlichkeit, kein Minimalziel, keine Pflichterfüllung, sondern aus der Sicht der Emmentaler schon eher ein Privileg. Aber damit darf man sich nicht zufrieden geben. Erst recht nicht, wenn man erkennt wie sich die Mannschaft unter Headcoach Heinz Ehlers und seinem Trainerteam seit Oktober 2016 entwickelt hat. Mit dieser sportlichen Führung und ihrer Fähigkeit, aus dem beschränkten Spielerpotenzial verblüffend viel herauszuholen, ist erstmals seit langem wieder mehr möglich. Der Appetit auf endlich einmal mehr, auf ein Meisterschaftsdessert mit Playoffteilnahme, ist angeregt. 

Die Basis zur Steigerung bildet ein klar verbessertes, playoff-taugliches Defensivverhalten. Der Schwachpunkt in der Qualifikation war jedoch die Offensive, die playoff-untauglich war. Für ein erfolgreicheres Spiel nach vorne, für mehr Gefährlichkeit im gegnerischen Abwehrdrittel und für mehr Tore fehlte der eine oder andere Spieler. Spieler, die sich ihre überdurchschnittlichen Qualitäten aber eben auch fürstlich entlöhnen lassen. Eine finan-zielles Extra in die Offensive garantiert zwar noch lange nicht eine Playoffteilnahme, aber sie erhöht wenigstens die Chance dazu. Und diese hätten Ehlers und Co. verdient. 18 Saisons schon spielen die SCL Tigers seit 1998/99 in der National League A. Über eine Playoffqualifikation konnten sich die Fans aber nur 2011 mit vier Derbys in einer Woche ohne Sieg gegen den SC Bern freuen. Andererseits kämpften die Langnauer jeweils im Frühling bereits 17mal erfolgreich gegen den Abstieg. 165 Spiele sind es mittlerweile schon. Genug ist genug. 

22.03.2018 :: Werner Haller
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