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Den Favrestock nutzbar machen
Walkringen:

Der Gemeinderat sieht vor, den Favrestock zu sanieren und Wohnungen einzubauen. Die Gemeindeverwaltung soll vom 1. Stock ins Erdgeschoss umziehen.

An der Gemeindeversammlung am Montag orientierte Gemeindepräsident Peter Stucki über verschiedene Projekte. So soll der Favrestock saniert werden. Das ehemalige Postgebäude gehört der Gemeinde und ist denkmalgeschützt. Im ersten Stock ist die Gemeindeverwaltung untergebracht, in der Dachstube befinden sich ein Sitzungszimmer und das Gemeindearchiv, sonst steht das Gebäude bis auf ein Treuhandbüro leer. «Geplant ist, die Verwaltung ins Erdgeschoss zu zügeln und im ersten und zweiten Stock vier Wohnungen einzubauen», erklärte Stucki. Im Vordergrund stünden Alterswohnungen. Gerechnet wird mit Kosten von 1,6 Millionen Franken, das letzte Wort wird das Stimmvolk haben.

Beim geplanten Wärmeverbund ist noch offen, wo die Heizzentrale zu stehen kommt. «Der ursprünglich geplante Standort bei der Steiner AG steht in den nächsten Jahren wider Erwarten nun doch nicht zur Verfügung», informierte Peter Stucki. Derzeit würden zwei Alternativen auf gemeindeeigenem Boden geprüft. Ziel sei es, im nächsten Jahr zu starten.

Der Investor im «Entwicklungsgebiet Dorf» sei nun ganz ausgestiegen, sagte Stucki. «Weiter geht es nur, wenn ein Investor auch tatsächlich bereit ist, Geld in die Finger zu nehmen.» 

Eigenkapital abbauen

Das Budget 2018 erläuterte Gemeinderat Rolf Wittwer. «Die finanzielle Situation der Gemeinde hat sich stabilisiert», stellte er fest. Die Prognosen für die Rechnung 2017 wiesen auf ein besseres Ergebnis hin als budgetiert. Das Budget 2018 schliesse ausgeglichen ab, nachdem 80’000 Franken der finanzpolitischen Reserve zugewiesen worden seien. Der Aufwand im allgemeinen Haushalt beträgt 5,86 Millio-nen Franken. Das positive Budget, so Wittwer, sei hauptsächlich auf die drei Liegenschaftsverkäufe zurückzuführen. Im Finanzplan 2018 bis 2022 würden bewusst leichte Aufwandüberschüsse in Kauf genommen, um das Eigenkapital abzutragen. «Dieses beträgt Ende 2022 immer noch 1,43 Millionen Franken oder acht Steuerzehntel. Der Kanton schlägt fünf bis sechs vor», erklärte Wittwer. 

Das Budget mit unveränderter Steueranlage von 1,97 wurde von den 52 Stimmberechtigten angenommen. 

Schliesslich informierte Peter Stucki, dass ab dem Fahrplanwechsel abends auf der Strecke Walkringen–Worb drei Postautokurse mehr verkehren würden. Dies sei ein Versuchsbetrieb.

07.12.2017 :: sbw.
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