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Das Volk will kein neues Sekschulhaus
Rüegsau:

Das Sekundarschulhaus, in dem die Jugendlichen der umliegenden Gemeinden in der Mehrzahl sind, wird nicht saniert und erweitert. Neuen Schulraum braucht es trotzdem.

Das Neu- und Umbauprojekt für den Sekundarschulstandort Rüegsauschachen wird nicht realisiert. Die Stimmberechtigten lehnten den 18-Millionen-Kredit mit 44 zu 56 Prozent ab. Er habe ein knappes Resultat erwartet – aber auf ein Ja gehofft, sagt Gemeindepräsident Fritz Rüfenacht. «Das Volk ist offenbar mit dem 100-jährigen Sekschulhaus zufrieden.» Warum wurde das Geschäft abgelehnt? «Es war wohl die grosse Zahl von 18 Millionen», sagt Rüfenacht. Zudem hätten viele wohl nicht realisiert, welchen Gegenwert die Gemeinde für das Geld erhalte und dass das Schulhaus auch für die umliegenden Gemeinden gebaut werde, welche jährlich Infrastrukturgelder an Rüegsau überweisen würden. 

1,4 Millionen Franken verplant

Stutzig macht den Gemeindepräsidenten der Umstand, dass die Stimmberechtigten im Juni 2017 einen Nachkredit über 750’000 Franken für die Planung gutgeheissen haben. «Wenn schon, hätte man das Projekt damals ablehnen müssen», findet Fritz Rüfenacht. Die Planung kostete insgesamt 1,4 Millionen Franken. 

«Wir werden den fehlenden Schulraum trotz des Neins schaffen müssen», hält Rüfenacht weiter fest. Im Budget 2019 hat der Gemeinderat nun einen Betrag von 100’000 Franken für die Miete von Baracken eingesetzt. In den nächsten Jahren wird Rüegsau aufgrund der Schülerzahlen pro Jahr rund eine zusätzliche Klasse eröffnen müssen. 

Markus Mosimann tritt zurück

Der für die Finanzen zuständige Gemeinderat, Markus Mosimann, trat nach Bekanntwerden des Abstimmungsresultats per sofort zurück. Trotz der umfassenden Projektarbeit und -information sei es dem Gemeinderat offenbar nicht gelungen, die Bevölkerung von der Notwendigkeit des Projektes zu überzeugen, schreibt er in einer Mitteilung. Er hält aber fest, dass jede künftige Lösung bei gleichbleibender Annahme der Schülerzahlen «kaum günstiger, nicht nachhaltig, und sicher nicht rechtzeitig realisiert werden kann».

27.09.2018 :: zue.
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