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Das Mühlrad dreht sich mit neuen Schaufeln
Das Mühlrad dreht sich mit  neuen Schaufeln Lützelflüh:

Auch dieses Jahr beteiligte sich die Kulturmühle am Schweizer Mühlentag. Dabei wurde das renovierte Mühlrad eingeweiht, das mit neuen Schaufeln ausgestattet wurde.

«Es ist für uns eine grosse Freude, dass wir am heutigen Mühlentag das renovierte Rad einweihen können», sagte Marianne Flückiger vor den zahlreich erschienen Besuchern. Die Präsidentin des Stiftungsrates der Kulturmühle Lützelflüh wies bei ihrer Ansprache auch auf die bedeutende Kulturgeschichte der historischen Mühlen hin. So etwa auf viele alte Volkslieder, in denen das Mühlrad besungen wird, wie zum Beispiel im Guggisberger Lied. «Bei der Renovierung wurden alle 36 Schaufeln des 23 Jahre alten Rades durch neue - Eichenholzschaufeln ersetzt», fuhr Marianne Flückiger fort. Dies sei mit viel Arbeit verbunden gewesen, da zuerst eine Kalkschicht auf den Metallteilen entfernt werden musste. Die Sanierungsarbeiten waren gemäss Marianne Flückiger zwingend erforderlich, die Zeit und das Wasser hätten dem Rad zugesetzt; die Schaufeln seien morsch und brüchig geworden. Erfreulicherweise hätten sich zahlreiche Sponsoren sowie die Denkmalpflege an den beträchtlichen Kosten beteiligt.

Rechtzeitig zum Mühlentag bereit

Eingesetzt hat die neuen Bretter Max Probst. «Diese Montage erforderte viel Sorgfalt und ein logisches Denken», resümierte der Zimmermann. Die Renovierung konnte rechtzeitig zum Mühlentag abgeschlossen werden. Am vergangenen Samstag drehte sich das Rad in neuer Frische und erfreute die Besucher mit dem gleichmässigen Stampf- und Plätschergeräusch, das an alte Zeiten erinnert. 

Dem Müller bei der Arbeit zusehen

Der Schweizer Mühlentag wurde vom Verein der Schweizer Mühlenfreunde ins Leben gerufen, er findet in aller Regel am Samstag nach Auffahrt statt. Viele historische Mühlen der Schweiz öffnen an diesem Tag ihre Türen für Besucher. Auch die Kulturmühle bietet alljährlich ein buntes Programm für Jung und Alt an. Die Gäste konnten dem Müller beim Mahlen zusehen und sich über das Handwerk informieren. Und wer beim Zusehen Lust zum Selberbacken bekam, konnte das frisch gemahlene Mehl kaufen.

17.05.2018 :: Benjamin Stocker-Zaugg
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