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Das Holz-Kirchlein wird saniert
Das Holz-Kirchlein wird saniert Konolfingen: Die Kirchgemeindeversammlung hat einen Kredit für die Sanierung des Kirchleins im Holz gutgeheissen. Ein Problem ist die Halmfliegeninvasion beim Pfarrhaus.

34 Stimmberechtigte versammelten sich vergangene Woche an der Kirchgemeindeversammlung im Kirchgemeindesaal in Konolfingen. Gottfried Liechti, Ressort Liegenschaften, informierte über das Kirchlein im Holz: «Die Fassade ist mittlerweile sehr stark verwittert und deshalb sanierungsbedürftig.» Das 1934 erbaute Kirchlein erhielt letztmals 1992 eine sanfte Sanierung, ein altes Harmonium wurde damals durch eine Hausorgel ersetzt, diese wurde restauriert und instand gestellt. Das Kirchlein bietet Platz für rund 80 Personen, ist mit einfachen Holzbänken ausgestattet, steht etwas sich selbst überlassen auf 900 Metern Höhe in Niederhünigen und gehört der reformierten Kirchgemeinde Konolfingen. 

Glocken werden von Hand geläutet

Mit seinem unbeheizten Plumpsklo erinnert das Kirchlein an Gotthelfs Zeiten. Der Kirchgemeinderat sieht eine Pinselsanierung vor. Diese umfasst eine Erneuerung an den Aussenwänden und kostet 70’000 Franken. An der Laube soll die Eternitabdeckung entfernt und durch Holz ersetzt werden. Der Rest der Fassade wird neu gestrichen. Das Kirchlein steht nicht unter Denkmalschutz, trotzdem ist es für die Kirchgemeinderatsmitglieder «absolut schützenswert.» Jeweils am ersten Sonntag im Monat findet in der Kirche ein Abendgottesdienst statt. Es kann für kleinere Hochzeiten und Taufen benutzt werden – dabei werden jeweils die Glocken noch von Hand geläutet. Das Sanierungsprojekt wurde mit 33 Ja-Stimmen und einer Enthaltung angenommen. 

«Die Halmfliegen sind eine grosse Belästigung und nisten sich überall ein – in Fensterläden, Fensterrahmen, bereits sind sie in die Innenräume durchgedrungen.» Kirchgemeinderatsmitglied Marianne Stucki orientierte an der Versammlung über dieses Problem im Pfarrhaus am Kirchweg. 

Massnahmen nicht erfolgreich

Die kleinen, gelblichen Fliegen kehren hauptsächlich in den Wintermonaten in ihr Winterquartier zurück und sammeln sich in Schwärmen an Fenstern und Fassade. Dies sei nun schon zum wiederholten Mal der Fall. Was die Tierchen genau anlockt, weiss niemand. «Fenster können kaum mehr geöffnet werden. Die bereits vollzogenen Massnahmen waren nicht erfolgreich und haben nur kurzfristig das Symptom bekämpft. Der Einsatz von Giftmitteln war erfolglos – nichts hat die Tierchen vertrieben», sagte Marianne Stucki. Für die Mieter im Dürrenmatt-Pfarrhaus und den Kirchgemeinderat wurde die Situation untragbar. Für die Mieter bedeutet dies nun der Umzug in eine neue Liegenschaft. Der Fall Halmfliegen wird künftig einer Fachperson übergeben. Über den weiteren Verlauf wird an der nächsten Kirchgemeindeversammlung informiert. 

Neues Gottesdienstkonzept

Pfarrer Samuel Burger erläuterte ein neues Gottesdienstkonzept. Die verschiedenen Gottesdienstformen sollen in Zukunft für die Teilnehmenden einen grösseren Wiedererkennungswert darstellen. Das Konzept soll im nächsten Jahr umgesetzt werden. 

Weiter wurde der seit November 2016 vakante Kirchgemeinderatssitz vergeben. Neu wird Katharina Tarabori mitwirken, somit ist der Rat mit neun Sitzen wieder vollständig. Die Kirchgemeindeversammlung genehmigte weiter das Budget 2018 sowie die Festsetzung der Steueranlage mit 31 Ja-Stimmen und drei Enthaltungen.


 

30.11.2017 :: Olivia Nussbaum
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