Anmelden
Das Hallenbad soll attraktiver werden
Das Hallenbad soll attraktiver werden Sörenberg:

Das Hallenbad soll nicht nur saniert, sondern auch attraktiver gestaltet werden. An Ideen mangelt es nicht, wie viele realisiert werden, wird sich nach den Finanzen richten.

Das Hallenbad in Sörenberg stammt aus dem Jahr 1972 und muss einer gründlichen Sanierung unterzogen werden. «Dass Handlungsbedarf besteht, ist unbestritten», sagt Hans Lipp, Gemeindeammann von Flühli und Verwaltungsrat der Hallenbad AG. Deren grösste Aktionärin ist die Gemeinde Flühli mit 33 Prozent Anteil, weiter sind Sörenberg Flühli Tourismus, die Bergbahnen, Gewerbebetriebe und Private beteiligt. «Das Hallenbad ist für den Ferien-ort Sörenberg wichtig, ist es doch das einzige wetterunabhängige Freizeitangebot im Dorf», erklärt Hans Lipp. Eine 2016 in Auftrag gegebene Sanierungsstudie zeigt Möglichkeiten auf, wie das Hallenbad aufgewertet werden kann. «Ziel ist es, das Angebot zu verbessern und damit die Besucherzahlen zu steigern.» Diese seien, so der Verwaltungsrat, in den letzten Jahren eher steigend gewesen. Im 2016 seien erstmals knapp 20’000 Eintritte gezählt worden. Rentabel ist der Betrieb aber längst nicht. Das Defizit von jährlich rund 170’000 bis 180’000 Franken trägt zu 60 Prozent die Gemeinde und zu 40 Prozent Sörenberg Flühli Tourismus. Ziel sei es, so Lipp, einen Kostendeckungsgrad von 70 bis 75 Prozent zu erreichen. Aktuell liege dieser bei rund 60 Prozent.

Die Technik ist veraltet

In den letzten Jahren sei immer das Nötige repariert und auch einiges saniert worden, führt der Gemeindeammann aus. So habe die Gemeinde vor sieben Jahren 200’000 Franken für neue Fenster gesprochen. Zusammen mit einer neuen Bassinabdeckung hätten die Heizkosten um rund die Hälfte gesenkt werden können. Weiter wurde vor rund 15 Jahren die Rutschbahn eingebaut und vor 20 Jahren ein Aufbau auf das Flachdach erstellt. «In diesem Dachstock befindet sich bis heute ein Leerraum von zirka 150 Quadratmetern, den wir nun gerne nutzen möchten», sagt Hans Lipp. Nicht viel geändert wurde in all den Jahren hingegen an der Technik. «Die Anlagen sind 45-jährig und müssen grösstenteils ausgewechselt werden, damit sie wieder auf dem neusten Stand sind.» 

Der Verwaltungsrat hat sich entschieden, nicht nur das Nötigste zu sanieren, sondern das Bad einer umfangreichen Erneuerung zu unterziehen. So sollen der Bereich für Kleinkinder neu gestaltet und die Rutschbahn ausgetauscht werden. Auch der Garderoben- und Umkleidebereich sowie das Restaurant werden in der Planung miteinbezogen. Weiter wird die Idee geprüft, im leerstehenden Raum einen Indoor-Kinderspielplatz einzurichten. «Dieser soll auch unabhängig vom Hallenbad genutzt werden können», erläutert Lipp. Ebenfalls auf der Wunschliste stehen ein allenfalls geheiztes Aussenbecken und eine Dampfsauna. Auch ein Multifunktionsraum, beispielsweise für Fitnessangebote, steht zur Diskussion.

Vom Wunsch- zum Streichkonzert

Was schlussendlich alles realisiert werden kann, wird sich nicht zuletzt aufgrund der finanziellen Möglichkeiten entscheiden. «Jetzt haben wir noch ein Wunschkonzert, später wird es wohl zu einem Streichkonzert kommen», meint der Gemeindeammann. All diese Wünsche seien schliesslich mit einem Preisetikett versehen. Vorerst geht der Verwaltungsrat davon aus, acht Millionen Franken zu investieren, wobei allein die Technik um die fünf Millionen verschlingen wird. Ohne Beteiligung der Gemeinde und eine erfolgreiche Aktienkapitalerhöhung werde das Ganze nicht realisierbar sein, betont Hans Lipp. Natürlich werde man auch NRP-Gelder beantragen und bei der Sportförderung und weiteren Institutionen anklopfen. 

Derzeit lässt der Verwaltungsrat der Hallenbad AG ein Vorprojekt ausarbeiten. 2018 soll die Entscheidungsgrundlage vorliegen und 2019 gehe es ums Konkretisieren des Projekts sowie um die Sicherung der Finanzierung. Zudem werde es für den Kredit der Gemeinde einen Beschluss des Stimmvolkes brauchen. «Wenns super läuft, können wir im Frühjahr 2020 bauen. Das Bad wäre dann während eines Jahres geschlossen», blickt Lipp in die Zukunft. 

11.01.2018 :: Silvia Ben el Warda-Wullschläger
Meistgelesene Artikel
Er steht mit dem Rücken zum Spiel
SCL Tigers: Das Spiel vom kommenden Sonntag gegen Bern ist bereits seit Wochen ausverkauft. Zu den Derbys...
Wir haben über Themen berichtet, die uns selber beschäftigten
Konolfingen: Während fünf Jahren haben Arlette Zimmermann und Mira Reinhardt Jugendartikel für...
Untersuchungen von Sozialwissenschaftlern haben ergeben, dass der Mensch im Durchschnitt...
Stüüre hei viu ir Nachbargmein zaut
Woni im Latärnegrabe ha gforschet, isch mir ufgfaue, dass me im hingere Teu vom Heimisbach d...
Nachdem ich letzten Winter mehr lag als stand, weil sich jeder grippale Infekt in mich verliebt zu...
Wochen-Zeitung
Brennerstrasse 7
3550 Langnau i. E.
Tel. 034 409 40 01
Fax 034 409 40 09
info@wochen-zeitung.ch
Redaktion: 034 409 40 05
Öffnungszeiten:
Montag - Freitag
07:30 - 12:00 Uhr
13:30 - 17:00 Uhr