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Claudio Moggi: «Irgendwann ist alles fertig»
Claudio Moggi: «Irgendwann ist alles fertig» Eishockey: Nach dem vorzeitigen Ligaerhalt haben die verbleibenden zwei Spiele der Platzierungsrunde für die SCL Tigers nur noch geringen sportlichen Wert.
Für Stürmer Claudio Moggi wird die Partie heute Abend gegen Ambri-Piotta aber dennoch eine besondere sein. Nach zehn Jahren im Dienste der Tigers bestreitet der 34-Jährige sein letztes Heimspiel für Langnau in der Ilfishalle. Zusammen mit seinem zwei Minuten jüngeren Zwillingsbruder Sandro, der seine Karriere bereits letzte Saison beendet hat, kam Claudio Moggi 2007 von den ZSC Lions ins
Emmental. 518 Mal hat er seither in einem Meisterschaftsspiel das Trikot mit dem Tiger getragen. Ende Saison wird er den Verein nun verlassen.
Allzu viel Wehmut lässt der Ostschweizer aber (noch) nicht aufkommen. Er sagt: «Ich habe immer gewusst, dass das Eis-hockey ein Lebensabschnitt ist, der einmal endet. Irgendwann ist alles fertig.» Und was bleibt nach einer so langen Zeit im gleichen Verein haften? «In erster Linie habe ich in Langnau gute Freunde gefunden. Sportlich gesehen steht der Aufstieg 2015 über allem. Das war nach dem Abstieg zwei Jahre zuvor eine Riesen-Genugtuung.»
Dass sein Vertrag nicht mehr verlängert wird, nimmt er dem Klub nicht übel. In seiner mannschaftsdienlichen Art sagt Moggi: «So wird ein Platz für einen jungen Spieler frei. Als ich meine Karriere begann, war ich auch froh, diese Möglichkeit zu bekommen.» Ob er irgendwo anders weiterspielt, weiss der gelernte Bauzeichner, der im letzten Jahr eine Weiterbildung in Sportmanagement an der Universität St. Gallen machte, noch nicht. «Ich lasse mir alle Optionen offen, hockeytechnisch ist alles möglich. Aber auch in der Berufswelt habe ich bereits einige Projekte, die ich verfolge.» Sicher ist, dass Moggi in Langnau wohnen bleibt. Zusammen mit seiner Partnerin, mit der er eine einjährige Tochter hat, kaufte er sich im vergangen Herbst eine Eigentumswohnung. «Es gefällt uns gut hier. Zudem geht die ältere Tochter meiner Freundin hier in die Schule. Da können wir nicht einfach so weg.» Die letzten beiden Spiele könne er nun geniessen, der Druck, unbedingt gewinnen zu müssen, sei nach dem Ligaerhalt weg. «Aber wir sind es unseren Fans trotzdem schuldig, noch einmal gutes Eishockey zu zeigen», sagt Moggi, für den das Kapitel SCL Tigers übermorgen Samstag in Kloten zu Ende
geht.     
16.03.2017 :: Christoph Schär
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