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Brandis verliert gegen starkes und eiskaltes Sion
Eishockey 1. Liga:

Sion agierte im Powerplay äusserst effizient und erzielte dabei die nötigen Tore, wohingegen der EHC Brandis seine Chancen nicht konsequent nutzen konnte.



Das Publikum kam im ersten Drittel zwischen dem Zentralschweizermeister und dem Westschweizermeister sicherlich auf seine Kosten. Seitens Sion kann der Trainer, Dany Gelinas zwar zufrieden sein mit der Powerplay-Effizienz. Umgekehrt bei den Emmentalern lässt die Chancenauswertung zu wünschen übrig. So analysiert Trainer Andreas Beutler: «Ab dem zweiten Drittel haben wir unseren Job gut gemacht, wir haben uns viele
Chancen erarbeitet, aber für diesen Aufwand wurden wir schlecht belohnt.» Brandis habe durchaus mehr für das Spiel gemacht als die Walliser, aber der Puck habe einfach nicht ins Netz gewollt. Noch bleibt den Emmentalern die Chance, in den verbleibenden drei Spielen die Finalissima erreichen zu können, um hier doch noch um den grossen Pokal zu spielen.

 
Attraktives erstes Drittel

Das Spiel wurde schon in den ersten Minuten richtig lanciert, trafen doch die Walliser schon in den ersten zehn Minuten gleich zweimal. Auch die Emmentaler liessen nichts anbrennen und konnten dagegenhalten. Kurz vor dem Ende des ersten Drittels konnten die Hockeyaner des EHC Brandis zum ersten Mal in dieser Partie in Überzahl agieren, doch der Ausgleich gelang nicht.

 

Unterschied im Powerplay

Kaum war der bestrafte Spieler des HC Sion wieder auf dem Eis, ver-
passten Patric Buri und Adrian Steiner das Tor nur um Millimeter. Die Partie blieb äusserst spannend. Der EHC Brandis suchte vehement den Ausgleich. In der Offensive waren die Emmentaler jetzt tonangebend. Chancen waren durchaus vorhanden, beispielsweise verzog Marco Meyer seinen Schuss nur knapp oder Todeschini, der Walliser Goalie, stoppte die Angriffe der Emmentaler. Bei Spielmitte gelang ihm gar ein Big-Save. Der Treffer für Brandis lag förmlich in der Luft. Doch selbst mit einem Mann mehr auf dem Eis fiel der längst fällige Ausgleichs-Treffer nicht. Ganz anders die Walliser. Sie zeigten sich auch im Powerplay sehr effizient. Mit dem 2:4 durch Loeffel erzielte Sion bereits den zweiten Treffer in Überzahl, bei drei ausgesprochenen Strafen gegen die Emmentaler.

 

Kein Glück für Brandis

Bereits zu Beginn des dritten Drittels hielt Michael Kaufmann Brandis weiter im Spiel, er unterband in Extremis einen Konter der Walliser. Kurz darauf vergab Janick Holzer eine erst-
klassige Möglichkeit. Der nächste Hoffnungsschimmer zeigte sich nach vier Minuten im Schlussdrittel. Brandis agierte erneut im Powerplay. An die Kaltschnäuzigkeit der Walliser kamen sie aber nicht heran. Das Tor blieb wie vernagelt. Ebenfalls bei der nächsten Strafe gegen Sion – rund zehn Minuten vor der Sirene – reüssierte der EHC Brandis ein weiteres Mal nicht. Erst sechs Minuten vor dem Ende lässt Matthias Seematter seine Farben wieder jubeln. Er trifft satt zum 3:4-Anschlusstreffer. Für mehr reichte es trotz hektischer Schluss-Phase gegen starke und vor allem sehr kaltblütige Walliser nicht mehr.

Amateur Schweizermeisterschaft Final, Spiel 1:

Brandis – Sion-Nendaz 3:4 (2:3, 0:1, 1:0)

Sportbetriebe Brünnli, Hasle b. B. 718 Zuschauer. SR: Maddaloni; Frei/Remund. Tore: 09. Wyssen (Matewa) 0:1. 10. Loeffel (Gailland) 0:2. 10. Kohler (Holzer, P. Meyer) 1:2. 13. Nendaz (Bonnet) 1:3. (PP). 16. Steiner (Oberli, Nägeli) 2:3. 36. Loeffel (Gailland) 2:4 (PP). 54. Seematter (Holzer, Prinz) 3:4. Strafen: Brandis 3mal 2 Min. Sion-Nendaz 6mal 2 Min., 1mal  10 Min. (Locher). Brandis: Kaufmann; Markus Schütz, Schaad; Mosimann, Malicek; Seematter, Oberli; Prinz, Reinhard; Renato Schütz, Blaser, Marco Meyer; Steiner, Buri, Nägeli; Kohler, Holzer, Patrick Meyer; Gurtner, Hain, Inniger. Bemerkungen:
Brandis ohne Dähler, Liechti (beide rekonvaleszent).


30.03.2017 :: Pascal Müller/WZ.
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So, jtz geits wyter mit Gschichte us Trachsuwaud. Mir gö ueche, ufe Bärg hinger em...
Mit grünen Kühen braucht man uns hier im Emmental nicht zu kommen, die hat der Eggimann...
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