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«Bode» meint nid nume e äbene Platz
«Bode» meint nid nume e äbene Platz

Hie geits um nes Wort, wos im Gebiet vor «Wuche-Zytig» i meh weder 200 Ortsnäme git, aber meischtens nume aus Zuesatz: Bode! Intressant isch, dass es nid geng ds Glyche meint. Augemein chame sicher säge, dass «Bode» es rächt äbens, töifer glägnigs Stück Land bedütet. Hüfig bezeichnet das Wort o e chlyni Äbeni zwüsche Bärghäng oder o e chlyni Terrasse amene Abhang. «Chemmeribode» isch da e typische Verträter. Dä Ort mit dr bekannte Wirtschaft ligt im äbene Grund u links u rächts geits stotzig ueche. 

Dass es im Ämmitau u Äntlibuech viu Ortsnäme mit Bode git, ligt ar Topographie. Im topfäbene Bärner Seeland miechs ja weni Sinn amene bestimmte Bitz Land «Bode» z säge, we rundum aues äben isch. 

Hieumenang sy nid nume äbeni Steue sondern o Mulde aus «Bode» bezeichnet worde. Wüu sech i denen Mulde im Früehlig Wasser aagsammlet het, isch es de düre Summer dert füechter gsy aus im stotzige Gebiet u me het meh Fuetter chönne ärne, u de ersch no gäbiger aus am stotzige. Das isch dr Grund gsy, dass d Nutzig vo dene «Böde» scho früech isch greglet worde. U wäge däm isch ds Wort «Bode» geng meh o im Sinn vo «Grundstück» brucht worde. Der «Schweschterebode» im Trueb het äbe einisch Schweschtere ghört. Das isch aber scho lenger här, wüu scho 1531 isch die Aup aus «schwester bod» notiert worde. Klar isch o gsy, wäm dr «Pfaffebode» z Lützuflüeh ghört het. Die, wo uf däm Heimet, wos hüt no git, buret hei, die hei am Pfarrer müesse liefere u zwar Höi: «Denne ze hoüw zenden, vff dem gut genempt pfaffen boden», steit im Urbar vom Huus Sumiswaud usem Jahr 1530. 

Ds Wort Bode säuber isch no viu euter: Es stammt vom mittuhochdütsche «bodem» ab u das wiederum vom authochdütsche «bodam». Aber scho i verschiedene indoeuropäische Ursprache het es Wort für «Bode» gäh. Scho früech, so um ds Jahr 1400 hets im Schwyzerdütsche ungerschidlechi Variante vo däm Wort gäh: «Bodne(n)», «Bodme(n)», «Böde(n), «Bödili», oder o «Bodnig». Mit em Wort «bodme(n)», «bödme(n) oder «bodnen» het me o ds Lege vomene Bode bezeichnet. 

Im nächschte «Vo früecher» blibe mer de no chly ufem Bode.

 

 

Queue: «Ortsnamenbuch des Kantons Bern», «Orts- und Flurnamen des Amtes Entlebuch», www.idiotikon.ch u wyteri.
Aafrage: 034 409 40 05 oder zuercher@wochen-zeitung.ch

29.11.2018 :: Bruno Zürcher
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