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Besinnliche und rassige Töne
Zäziwil:

Der diesjährige Auftakt zur Konzerttournee des Posaunenchors Zäziwil bot mehrere Höhepunkte. Im anschliessenden Theaterstück dominierten Misstrauen und Eifersucht.

Der Posaunenchor Zäziwil unter der Leitung von Tina Wilhelm, bot auch dieses Jahr ein abwechslungsreiches und anspruchsvolles Konzert. Eröffnet wurde der Abend mit dem Stück «Victory of Peace» vom einheimischen Komponisten Mario Bürki. Ein erster Höhepunkt und zugleich eine Herausforderung für das «kleine Blech» war das schöne Arrangement des «Kaiserwalzer» von Johann Strauss (Sohn). Nicht minder anspruchsvoll, aber für das Posaunenregister, der Titel «Glory Be». Weitere Glanzpunkte waren «A Jewish Folk Festival» sowie das bekannte Xylophone Solo «Erinnerung an Zirkus Renz», das vom jüngsten Bandmitglied Gabriel Tschanz souverän gemeistert wurde. Als Abschluss des Konzertteils folgte der rassige Heilsarmeemarsch «Norwich Citadel». Der Zugabetitel «Shalom», zu Deutsch Friede, Wohlfahrt oder Sicherheit, wollte indessen nicht recht zum nachfolgenden Theaterstück passen.

Misstrauen und Eifersucht

Im Theaterstück «Dr misstrouisch Stefan» unter der Regie von Roland Tschan, dominierte das Gegenteil von Frieden und Sicherheit. Der Protagonist des Stücks, Schwanenwirt Stefan Gertsch (Jonas Mai), ist ständig geplagt von Misstrauen und Eifersucht. Und diese wird auch gekonnt, aber gekauft, von «Chrüterfrau» Emilie (Britta Schüpbach) erfolgreich geschürt. Als dann Geldnot und ein verlockendes Angebot eines Baukonsortiums dazu kommen, schlägt die Gemütslage des Schwanenwirts in Zweifel und Schwermut um. Doch die witzigen und träfen Sprüche von Knecht Ueli (Horst Heinel) und Magd Sophie (Therese Ochsenbein) sorgen immer wieder für Aufheiterung und Lacher im Publikum. 



01.02.2018 :: mss.
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