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Besetzung und Sound: Besonders
Grosshöchstetten:

Zum zweiten Mal gastierte die Berner Mundartrockband Troubas Kater mit ihrem unvergleichlichen Sound in der ausverkauften «Kühltür».

Die Instrumentierung mit Posaunen, Trompete, Sousaphon, Schlagwerk, Handharmonika, Gitarre und Gesang ist wohl für eine Rockband sehr atypisch. Aber gerade diese Zusammensetzung, geführt von Markus Sollberger als Leadsänger, wirkt faszinierend und beschert der Band viel Anerkennung. Unter anderem durften sie am Gurtenfestival und am Openair St.Gallen auftreten.

Der Prägung von Folk Bluegrass einerseits, und von den Berner Troubadours und französischen Chansons andererseits, werden mit Pop, HipHop und Rockelementen gemischt, so dass ein ganz besonderes Klangbild entsteht. 

Melancholisch und selbstkritisch

Mit Rhythmen abwechselnd, mit meist melancholischen oder selbstkritischen Texten dazu, untermalt vom Bass-Beat des Sousaphons und den andern Instrumenten kommt ein kerniger, eingängiger, direkter Sound zum Publikum, das begeistert mitgeht. Dass praktisch keine Elektronik eingesetzt wird, wirkt zusätzlich authentisch.

Dargeboten wurden am Konzert meist Songs aus den beiden bisher erschienen Alben: Aus «Verdammter November» (2016) stammten unter anderen «Affe» und «Ross», aus «Aber morn» (2017) erklangen die Hits «Aus egau», «Blibe no» und «Melanie».

Raffiniert und improvisiert

Markus Sollberger überzeugte mit sprachlicher Raffinesse, mit Improvisationsfähigkeit bei seinen aus dem Alltag stammenden Texten über Leben und Vergänglichkeit oder über Liebe und deren missglückten Gelegenheiten. Die acht Musiker verabschiedeten sich nach knapp zwei Stunden durch die Mitte des Publikums und hinterliessen mit «Alles egau» bei etlichen Zuhörern Gedanken über sich selber und über das Leben mit all seinen Facetten.

08.02.2018 :: Jürg Streit
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