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Berner Modell noch verbessern
Kanton Bern:

Die Gesundheits- und Fürsorgedirektion (GEF) hat entschieden, die Umsetzung des Behindertenkonzepts, auch bekannt unter dem Namen Berner Modell, fortzuführen.

Mit dem Behindertenkonzept nahm der Kanton Bern die Forderungen des Bundes nach einer vermehrten Wahlfreiheit für Menschen mit Beeinträchtigung auf. Die GEF startete 2016 ein Pilotprojekt, mit dem das Finanzierungskonzept bei ausgewählten Institutionen und einer Anzahl privat wohnender Menschen angewandt wird. Die Rückmeldungen insbesondere seitens der Menschen mit Beeinträchtigung und deren Angehörigen waren bezüglich der grösseren Wahlmöglichkeit positiv. Gleichzeitig zeigte sich allerdings ein hoher Aufwand für die Abklärung des Bedarfs, die Abrechnung der Leistungen sowie eine grosse Komplexität in Bezug auf die damit verbundenen Prozesse und Vorgaben. Aus diesem Grund entschied die GEF im Sommer 2018, den Gesetzgebungsprozess zu verschieben und eine Zwischenanalyse durchzuführen. Besonders wichtig war die Berechnung der Kostenfolgen. Würde der Systemwechsel nach den im Pilotprojekt realisierten Vorgaben des Behindertenkonzepts umgesetzt, stiegen die Kosten allein für die Menschen mit Beeinträchtigung um rund 70 Millionen Franken. Zusätzlich wäre mit Einführungskosten von acht bis zehn Millionen Franken zu rechnen, teilt die GEF mit. Mehrkosten von geschätzten 25 Millionen entstünden zudem im Investitionsbereich.


Anpassungen sind nötig

Die Resultate der nun abgeschlossenen Zwischenanalyse zeigen, dass die Grundsätze des Behindertenkonzepts, vermehrte Wahlfreiheit und Anpassung der Finanzierungssystematik, beibehalten werden können. «Die Analyse macht aber auch deutlich, dass die Systemumstellung nur mit Anpassungen im Vergleich zum heutigen Pilotprojekt erfolgreich geschehen kann», hält die GEF fest. «Zentral ist insbesondere die Entwicklung und Einführung eines wirksamen Steuerungskatalogs. Nur so lässt sich eine massive Kostensteigerung verhindern.» Das Konzept ist zudem insbesondere in Bezug auf die Bedarfsklärung bis hin zur Abrechnung zu vereinfachen.

Die GEF will das Konzept weiter vorantreiben und dem Regierungsrat die Änderungen wieder unterbreiten. Anschliessend wird der Gesetzesentwurf für die Ausrichtung der kantonalen Behindertenhilfe ausgearbeitet. Die GEF geht davon aus, dass die gesetzlichen Grundlagen zur Umsetzung des Behindertenkonzepts nicht vor 2023 in Kraft treten können.


28.12.2018 :: pd.
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