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Beim Theaterspektakel wirkten alle Schülerinnen und Schüler mit
Beim Theaterspektakel wirkten alle Schülerinnen und Schüler mit Oberthal:

Während dem «Fescht i de Höger» herrschte im und ums Schulhaus Ausnahmezustand. Zum 333-Jahre-Jubiläum der Schule stellten Schüler und Lehrer einiges auf die Beine. 



Gespannt auf das angekündigte Theaterspektakel «Ganz normaler Bahnsinn» (GNB) traten die Zuschauer in die «Bahnhofhalle». Wo normalerweise der Pausenraum ist, stand nun die «GeNussBar», ein Souvenirshop und ein Kiosk mit grosser Glaceauswahl. Weiter gings in Richtung Turnhalle, wo der «GNB-Bahnhof» auf seine Eröffnung wartete. Hinein konnte man allerdings erst, nachdem die Kondukteure am Eingang die Billetts der Ankommenden kontrolliert und mittels Lochzange entwertet hatten. Die Wartezeit vor der imposanten, zweistöckigen Bühne überbrückte man am besten mit der Zeitung «GNB am Abend».

Zeit und Herzblut

Bereits das ganze Drumherum liess erahnen, wie viel Herzblut und Zeit im angekündigten Theaterspektakel steckte. «Wir begannen bereits im letzten Jahr nach den Herbstferien», erzählt der Lehrer Sascha Wüthrich. Er und seine Kollegin Tabea Liebi haben das Stück zusammen mit den Schülerinnen und Schülern von Grund auf selber entwickelt. Unterstützt wurden sie dabei unter anderem von Thomas Scheidegger, Gründer, Leiter und Regisseur des Theaters Madame Bissegger. Alle 71 Schüler und Kindergärteler sollten mitwirken können. So wurde ein Ort ausgewählt, an dem viele unterschiedliche Menschen zusammenkommen. Erst danach entstanden die einzelnen Charaktere und deren Geschichten. Schliesslich musste das Ganze noch in die richtige Form gebracht werden. 

Missgeschicke und Ärger

Nach der Eröffnungsrede und dem Durchschneiden, beziehungsweise Durchsägen des roten Bandes, fiel der Vorhang und die ersten Besucher nahmen den neuen Bahnhof in Beschlag. Einige liessen sich vom Sicherheitsverantwortlichen die technischen Neuheiten erklären, wie den Billettautomaten mit Augenscanner (besonders für den älteren Ueli eine Knacknuss). Andere (mehr oder weniger begabte) wurden von den beiden Fitnessinstruktoren zu Turnübungen animiert. Im Chicorée Laden gab es schöne Kleider und im neuen Postbüro kamen die Päckli per Seilbahn angesaust. Alles lief perfekt – zu Beginn. Aufregung entstand, als plötzlich ein Kind in der Menge verloren ging. Doch auch die Technik hatte einige «Kinderkrankheiten». Beispielsweise blieb der Lift stecken und der
Selecta Automat spukte statt einer Cola Billetts heraus – der Billettautomat dafür Cola. 

Als wäre dies nicht schon genug Ärger, mussten die Arbeiter auch noch wegen eines Rohrbruchs ausrücken. Das Wasser auf den Drähten führte bald zu einem totalen Stromausfall und somit zu Dunkelheit. In der Eile drückte die Bahnhof-Ansagerin den falschen Knopf und löste damit einen ungewollten Feueralarm aus. Das ohrenbetäubende Gekreische der in Panik geratenen Menschenmenge sorgte wohl für manch einen Tinnitus im Publikum. Der
tosende Applaus am Schluss sprach für sich, er war mehr als verdient. 



Klassenzusammenkunft mit 400 Schülern

«Ds Fescht i de Höger» bot eine breite Palette an Attraktionen: Mit einem Konzert präsentierte «Ritschi» sein neuestes Album «Ritschi». Ungefähr 400 kleine und grosse Zuhörer kamen in den Genuss von Songs wie «Ebbe & Flut» und «Tränemeer». 

Ebenfalls mehr als 400 Personen nahmen an einer ganz speziellen Klassenzusammenkunft teil. «Eingeladen waren sämtliche ehemaligen Schüler von Oberthal ab 16 Jahren aufwärts», erzählt der Schulleiter Urs Schürch. Das Wetter spielte zwar nur bedingt mit, doch das tat der guten Stimmung keinen Abbruch. Weitere Attraktionen waren Auftritte von Schnulze & Schnultze und der Band «Bärenstrass», ein Kindertheater, ein Rummelplatz und ein Klassenzimmer von «anno dazumal».



06.07.2017 :: Rebekka Schüpbach
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