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Baugesuch und Umzonung abgelehnt
Baugesuch und Umzonung abgelehnt Dürrenroth: Nein zur Umzonung in eine Wohnzone. Nein zum nachträglichen Baugesuch. Das Amt für Gemeinden und Raumordnung spricht bei einer illegal erstellten Wohnung Klartext. 
Das kantonale Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR) hat sich Zeit gelassen. Auf Mitte Februar war der Entscheid in der Causa Dürrenroth in Aussicht gestellt, nun ist er da. Das AGR spricht sich in einer Stellungnahme gegen eine mögliche Umzonung eines Bauernhauses von der Landwirtschaftszone in die nahe gelegene Dorfzone aus. Auch hält das Amt für Gemeinden und Raumordnung in seinem Bericht fest, das Baugesuch «Einbau in Wohnung in Holzlagerraum» sei abzulehnen. Das AGR hat die beiden Schreiben Ende letzter Woche der Gemeinde zukommen lassen, wie die «Wochen-Zeitung» weiss. Die Gemeinde Dürrenroth will derzeit noch nicht Stellung nehmen.

Wohnung statt Holzlagerraum
Die Baupolizeibehörde von Dürrenroth hatte letztes Jahr eine Wiederherstellung verfügt, nachdem publik wurde, dass ein Landwirt in seinem Bauernhaus statt eines Holzlagerraums eine Wohnung hatte einbauen lassen. Kann der Bau nicht mit einem nachträglichen Baugesuch bewilligt werden, droht der Rückbau.
Könnte die Gemeinde Dürrenroth das Baugesuch trotz des abschlägigen Berichts des AGR genehmigen? «Die kommunale Behörde muss den Bericht nun der Bauherrschaft eröffnen. Wenn sich der Sachverhalt nicht massgeblich verändert hat, ist das Gesuch abzulehnen», sagt Max Gerber, Abteilungsleiter Bau beim Regierungsstatthalteramt Emmental. Somit wird die Gemeinde Dürrenroth kaum darum herum kommen, eine Wiederherstellung zu verfügen. Rein rechtlich könnte sie darauf verzichten; etwa mit der Begründung, die Wiederherstellung sei unverhältnismässig. Allerdings müsste die Gemeinde Dürrenroth ihren Entscheid dem Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) vorlegen. Das ARE hat im Dezember allen bernischen Gemeinden eine entsprechende Weisung zukommen lassen: Alle Verfügungen, bei denen die zuständige Baubewilligungsbehörde ausserhalb der Bauzonen auf die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes verzichtet, seien dem Bundesamt vorzulegen (die «Wochen-Zeitung» berichtete).
Auch wenn die Wiederherstellung verfügt würde, könnte sich der Bauherr noch wehren: Mit einer Beschwerde bei der kantonalen Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion. Ob der Landwirt aus Dürrenroth diesen Schritt antreten wird, ist noch offen.
16.03.2017 :: Bruno Zürcher
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