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Bärn het es Problem mit sim Bischof gha

Übersetzige vor Bibu i ds Dütsche hets scho vor em Luther u em Zwingli gä. Die euteschti Übersetzig vom nöie Teschtamänt isch vom Jahr 1350 u isch z Ougsburg gschribe worde. Dr Chünig Wenzel vo Böhme het sone Bibu wöue. Das Buech, wo uf Mittuhochdütsch gschribe isch, chame hüt z Wien ga aaluege. Es sy sächs Bänd mit nid weniger aus 1214 Pärgamäntbletter. Ganz fertig isch die Bibu aber nid worde, die vier Evangeliebüecher fähle! 

Die katholischi Chiuche het 1080 d Übersetzige vor Bibu i d Voukssprache verbote. Unger angerem wäge däm Verbot het 1517 dr Martin Luther mit sire Reformation aagfange. Im Gägesatz zur katholische Chiuche het er d Bibu i ds Zäntrum gsteut Aues wo ir Bibu nid steit, wie das vom Fägfüür oder vo der Heiligeverehrig, het er gstriche. O ds Zölibat het er abgschafft – er het ganz eifach e ehemaligi Nonne ghüratet! 

Im Bärnische het me ab 1523 über die nöii Sach afa rede. Im Gägesatz zu angerne Orte, wos houptsächlech um religiösi Frage isch gange, sy z Bärn o politischi u wirtschaftlechi Aspäkte wichtig gsy. 1521 het Bärn nämlech mit em Bischof vo Lausanne es Problem gha, wäg de Kompetänze. Bärn het afe einisch Fröid gha, dass dä Luther de Bischöf isch a Chare gfahre. Z Bärn sy dr Bärchtold Haller u dr Sebastian Meyer die gsy, wo füre nöi Gloube hei kämpft. Es isch zersch harzig gloffe. Ir Bevöukerig sy Fasnachts-spiu, so e Art Theater, populär gsy. Die sy de aber gäng aggresiver gäge d Lasterhaftigkeit vo de Prieschter u Kloschterlüt worde. Dr Niklaus Manuel Deutsch, e junge Patrizier, isch da nid ganz uschudig gsy. Jedefaus hei ne die Autglöibige zum Landvogt vo Erlach gmacht, das er us dr Stadt Bärn usechömi. Es het aber nüt gnützt. Bärn het verschiedeni Umfrage ir Landschaft gmacht, u de ufe Jäner 1528 dr Zwingli u angeri Reformatore zäme mit de Prieschter vo Bärn yglade für ne Konferänz (denn het me däm «Disputation» gseit). U die sy de o cho! Nume d Bischöf vo Lausanne, Konstanz, Basu u vom Wallis hei d Yladig usgschlage. 

 

 



24.05.2017 :: Hans Minder, Lokalhistoriker
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