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Bachs geniale Komposition
Langnau: Am ökumenischen Gottesdienst gelangte die Kantate «Wer sich selbst erhöhet» zur Aufführung. Das Orchester und der Konzertchor überzeugten ebenso wie die Solisten.
Wer sich letzten Sonntagmorgen in den Gottesdienst in die reformierte Kirche Langnau begab, der erlebte die Interpretation des Predigttextes aus Lukas 14,11 gleich auf zwei verschiedene Weisen: in den Gedanken der beiden Geistlichen Annaliese Camenzind und Hermann Kocher sowie in der Einführung in die Bach-Kantate «Wer sich selbst erhöhet, der soll erniedriget werden» durch den Dirigenten des Konzertvereins Langnau, Christoph Metzger.

Spannend interpretiert
Glanzvoll eröffnet wurde der Gottesdienst mit dem äusserst lebendig und spannend interpretierten Präludium c-moll BWV 564 Bachs durch die Organistin Annette Unternährer-Gfeller. Wies Annaliese Camenzind in ihrer Betrachtung darauf hin, dass in der heutigen Zeit bereits ein zweiter Rang als Niederlage gelte, so zeigte Hermann Kocher auf, wie streng es Bach im Text seiner Kantate mit dem Christsein meinte.
Im zweiten Teil folgte die Aufführung der ganzen Kantate. Zuvor lauschte das Publikum den spannenden, aber auch amüsanten Ausführungen von Christoph Metzger. Er zeigte auf, wie sich der Komponist Bach bemühte, die Gedanken des Dichters Johann Friedrich Helbig nicht nur lautmalerisch, sondern auch durch geniale Komposition zu interpretieren und zu vertiefen. Die beiden Gesangssolisten, Sara Jäggi, Sopran, und Roger Bucher, Bariton, sowie Chor und Orchester unterstrichen mit vielen kleineren Musikbeispielen die Ausführungen des Dirigenten. Zum Abschluss des Morgens führten dann Solisten, Konzertchor Langnau und Langnauer Orchester die Kantate in voller Länge nochmals auf. Während des Gottesdienstes waren bereits die Hauptteile zu hören gewesen.

Würdige Partner

Die Solisten Sara Jäggi und Roger Bucher beeindruckten beide durch ihr gefühlstarkes Mitgehen in ihren anspruchsvollen Parts. Chor und Orchester waren dabei würdige, äusserst aufmerksam geleitete Partner. Die zahlreichen Zuhörerinnen und Zuhörer dankten den Ausführenden mit langem Beifall für den herrlichen Morgen.  
09.03.2017 :: Heinz Rutschi
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