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Auswärts Top, zuhause Flop
Auswärts Top, zuhause Flop SCL Tigers:

Es gibt Angenehmeres als sich an einem Freitagnachmittag dem Wochenendverkehr auszusetzen und im Bus von Langnau nach Rapperswil-Jona zu fahren. Und doch dürfte sich die Mannschaft der SCL Tigers darauf freuen, morgen die vielbefahrene Strecke über den Hirzel unter die Räder zu nehmen, statt alternativ zuhause in der Ilfishalle anzutreten. Schliesslich haben die Langnauer ihre letzten drei Auswärtspartien allesamt gewonnen, während sie auf heimischem Eis dreimal in Folge als Verlierer vom Eis gehen mussten.

Zuletzt am vergangenen Wochenende, als 24 Stunden nach dem überzeugenden 4:1-Sieg in Lugano eine enttäuschende 0:2-Heimniederlage gegen Freiburg folgte. Trainer Heinz Ehlers hat eine relativ einfache Erklärung für diese doch ziemlich seltsame Entwicklung der Ergebnisse. «Wir haben Probleme damit, wenn wir das Spiel machen müssen», erklärt der Däne. «Deshalb ist es auswärts für uns einfacher.»

Was auffällt: Die Emmentaler holen zuhause nicht nur keine Punkte mehr, sie schiessen auch kaum Tore. Nur drei waren es in den letzten drei Heimspielen, während es in der Fremde im gleichen Zeitraum 15 Treffer zu bejubeln gab. Ist das einfach nur Pech? Verteidiger Federico Lardi will sich nicht mit der einfachsten aller Ausreden begnügen. «Wir dürfen nicht einfach hoffen, dass die Pucks von alleine reingehen und der Knopf dadurch gelöst wird», sagt er selbstkritisch. Doch wie kann die Tor-Blockade gelöst werden? «Wir müssen im Training versuchen, bissiger Tore zu erzielen», so Lardi.

Hilfreich wäre für die Tigers auch, wenn sie weniger Strafen kassieren würden. Aktuell sind sie ligaweit die Mannschaft mit den zweitmeisten Strafminuten auf dem Konto. In den Heimspielen gegen Biel und Freiburg schoss der Gegner die entscheidenden Tore jeweils in Überzahl. Stürmer Mikael Johansson sagt: «Bei fünf gegen fünf Feldspieler können wir mit jedem Team in der Liga mithalten. Deshalb müssen wir uns von der Strafbank fernhalten.»

Solange die Auswärtsspiele gewonnen werden, ist die Heimschwäche einigermassen verkraftbar. Dem treuen Langnauer Publikum wäre es aber schon zu wünschen, dass es die Ilfishalle wieder einmal ohne hängende Köpfe verlassen darf. Wieseo nicht schon am Samstag, im Derby gegen den SC Bern?

11.10.2018 :: Christoph Schär
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