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Aus dem Bildungsurlaub wurde ein Hilfsprojekt in Sambia
Konolfingen:

Mit seinem Vortrag über Schulprojekte und Safaris in Sambia faszinierte der ehemalige Konolfinger Sekundarlehrer Markus Wenger die Besucher im Dachstock des Dorfmuseums.

Von 1988 bis 2000 war Markus Wenger Sekundarlehrer in Konolfingen. 2005 hat er sich entschieden, einen Bildungsurlaub zu planen. «Mit der Bewilligung konnte ich meinen lange gehegten Wunsch in die Tat umsetzen. Ich wollte den Alltag eines Lehrers in Sambia und das Leben von Aidswaisen kennenlernen und als Lehrerhilfe an verschiedenen Schulen arbeiten.» Dazu kam auch das Kennenlernen verschiedener Hilfsorganisationen vor Ort und natürlich auch der Tierwelt. Die vielen Eindrücke, Erlebnisse und Kontakte im Luangwa Valley im Osten von Sambia führten schliesslich zur Gründung des Vereins Schulprojekte Sambia. Dieser besteht nun seit zehn Jahren.

In Zusammenarbeit mit Steve und Anna Tolan von der Organisation Chipembele Wildlife Education Trust wurden zahlreiche Projekte realisiert. So wurden Kindern mit einem langen Schulweg Velos zur Verfügung gestellt, Toiletten und Solarlampen installiert und Schlafräume mit Kajütenbetten eingerichtet. Auch einige hundert metallene, termitensichere Schultische und Stühle, die vor Ort hergestellt wurden, konnten angeschafft werden. 

Botanischer Garten für Unterricht

Der neue botanische Garten soll für den Biologieunterricht genutzt werden. «Stolz sind wir auf den Aus- und Neubau der Schulen. Wo früher in Unterständen unterrichtet wurde, stehen heute passende, aber nicht luxuriöse Schulräume», erzählte Markus Wenger. Nun liege der Schwerpunkt beim Brunnenbau. Das Grundwasser sei in rund 30 Metern Tiefe vorhanden. Ein Brunnen kostet rund 6000 Franken.

Neben der Unterstützung für die verschiedenen Projekte vor Ort unternahm Wenger auch Reisen. Die Begegnungen mit verschiedensten Leuten, das Bestaunen der faszinierenden Landschaften und das Beobachten von zahlreichen Tierarten faszinierten ihn. 

Spannende Begegnungen mit Tieren

Auch Lustiges erlebte er. «Ich traf auf einen 67 Jahre alten Saurer-Lastwagen. Der Chauffeur erklärte mir, dass sei ein tolles Auto, made in Germany. Da zeigte ich ihm den Motor – made in Switzerland!» «Beeindruckt hat mich eine Szene, als eine Leopardin eine Impala-Antilope gerissen hatte, um ihr Junges zu füttern. Doch Hyänen stahlen ihr die Beute. Das Jungtier wurde in den Büschen in Sicherheit gebracht, während das Muttertier auf dem Baum wartete», erzählte er. Dann sorgte ein Bild eines Leoparden, der auf einem Baum liegt und seine Beine ins Leere baumeln lässt, für viele Lacher.

01.11.2018 :: Willi Blaser
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