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Arbeitsintegration als Schwerpunkt
Kanton Bern:

Bei der Integration von Ausländerinnen und Ausländern setzt die Regierung künftig den Akzent stärker auf die vorläufig Aufgenommenen und die anerkannten Flüchtlinge.


Die zentrale Neuerung im zweiten kantonalen Integrationsprogramm betrifft die Integration der vorläufig Aufgenommenen und der anerkannten Flüchtlinge. Der Regierungsrat setzt bei dieser Gruppe einen Schwerpunkt, damit sie dereinst eigenständig für ihren Lebensunterhalt aufkommen können und nicht von der Sozialhilfe abhängig sind. Vorläufig aufgenommene Personen und anerkannte Flüchtlinge im Alter von über 25 Jahren sollen möglichst rasch im Arbeitsmarkt Fuss fassen können. Bei den jungen Erwachsenen stehen der Erwerb der Grundkompetenzen und das Erlernen der Amtssprache im Vordergrund, damit sie rasch Zugang zu einer Lehrstelle, einer Fachmittelschule oder einem Gymnasium erhalten. «Der Regierungsrat verpflichtet diese Personen aber auch, die erforderlichen Sprach- und Grundkenntnisse rasch zu erwerben»,schreibt er in einer Medienmitteilung. Dieses neue Integrationsmodell soll ab 2020 vollumfänglich zum Tragen kommen, wenn die Neustrukturierung des Asyl- und Flüchtlingsbereichs im Kanton Bern umgesetzt ist.

«Berner Modell» wird weitergeführt

Der Regierungsrat will mit dem neuen Integrationsprogramm die bewährten Massnahmen und Strukturen aus dem seit 2014 mit dem Bund vereinbarten Programm weiterführen. Dazu gehört unter anderem im Ausländerbereich das «Berner Modell». Dieses dreistufige Modell zur Integrationsförderung von Neuzuziehenden (Erstgespräch in der Gemeinde, regionale Ansprechstellen für weiterführende Beratung und verpflichtende Massnahmen in Form von Integrationsvereinbarungen) soll weitergeführt und die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen beteiligten Stellen weiter verstärkt werden, hält der Regierungsrat fest. Die Beratungsleistungen der Ansprechstellen für die Integration werden in beschränktem Umfang weitergeführt. Im Ausländerbereich insgesamt werden wegen des Stabilisierungsprogramms des Bundes jedoch rund zehn Prozent weniger Gelder zur Verfügung stehen. 



13.07.2017 :: pd.
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