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An sich selbst gescheitert
An sich selbst gescheitert Fussball, 3. Liga:

In Sachen -Aufstiegsspiele hat der FC Zollbrück eine schier endlose «Leidensgeschichte» hinter sich.
Am Samstag ist ein weiteres Kapitel hinzugekommen.



Eigentlich präsentierte sich die Ausgangslage vor dem Rückspiel äusserst vielversprechend. Die Zollbrücker rangen dem FC Interlaken auf fremdem Terrain ein 2:2 ab. Dank der Auswärtstorregelung würde dem Team von Coach Bruno Zaugg ein 0:0 oder 1:1 genügen, um nächste Saison der 2. Liga anzugehören. Solche Rechenspiele wollte der FCZ aber tunlichst vermeiden und auf Sieg spielen. So suchten die Gastgeber vom Start weg ihr Heil im Angriff. In der allerersten Minute entwischt Luca Beutler bei einer Ecke seinem Bewacher, der Kopfball rauscht jedoch am Gehäuse des FCI vorbei. Selbige Szene wiederholt sich 120 Sekunden später, als der aufgerückte Innenverteidiger Marco Gerber, wiederum per Kopf, das Ziel nur knapp verfehlt. Danach verflacht die Partie, abgesehen von einem Althaus-Distanzschuss, zusehends. Die Anspannung ist bei den Emmentalern wie auch Berner Oberländern merklich spürbar. Ein Beispiel gefällig? In Minute 24 geraten plötzlich Blaser und Burniki nach einem harmlos scheinenden Zweikampf aneinander. Mittels Ermahnung beruhigt der Unparteiische die Gemüter der beiden Streithähne.a

 

Traumhafte Kombination

Nach einer halben Stunde bekommen die 530 Zuschauer auf dem Tannschachen den wohl schönsten Spielzug der gesamten 90 Minuten zu Gesicht. Ein genialer Pass auf Zurbuchen hebelt die komplette Abwehrreihe des FCZ aus. Der Aktivposten im linken Couloir bringt das Leder punktgenau zur Mitte, wo Buitenwerf in Goalgetter-Manier vollstreckt. Im Boxjargon hätte man von einem Wirkungstreffer gesprochen. Denn bis zur Halbzeitpause kriegt das Zaugg-Team keinen Fuss mehr vor den anderen.

 

0:3 als Nackenschlag

Die zweiten 45 Minuten sind keine fünf Zeigerumdrehungen alt, da zappelt das Spielgerät wie aus heiterem Himmel im Netz der Gastgeber. Der FCZ-Schlussmann, Fabian Gfeller, unterschätzt einen Flankenball und dieser prallt via Pfosten an sein Wadenbein und von dort aus ins Tor. Eine Verkettung unglücklicher Umstände. Der Treffer spielt den Gästen vollends in die Karten. In der Folge schränkt der FC Interlaken sein Mittun auf ein Minimum ein. Eine Resignation ist bei den elf Zollbrückern dennoch nicht spürbar, mit aller Macht drücken sie auf das Anschlusstor. Gerade als sich eine Druckphase zu entwickeln scheint,  kassiert der FCZ den definitiven Nackenschlag in Form des 0:3 (76.). Ein langer Abschlag «rutscht» an Freund und Feind vorbei. Profiteur Buitenwerf überlobt den herausstürmenden Gfeller von ausserhalb des Sechzehners. Mit der vorzeitigen Entscheidung verkommt die Schlussviertelstunde zur Oberländer Kür.

Damit hält der «Fluch» des Nichtaufsteigens in Zollbrück weiterhin Einzug. Seit der Saison 2011/12 haben die Emmentaler ganze fünf Mal in den Barragespielen zur 2. Liga den Kürzeren gezogen.

 

Zollbrück – Interlaken 0:3 (0:1)

Sportplatz Tannschachen, Zollbrück. 530 Zuschauer. Tore: 31. 0:1. 50. 0:2. 76. 0:3. FC Zollbrück: Gfeller; M. Oppliger (63. S. Oppliger), Wüthrich, M. Gerber,
Y. Blaser, Zürcher, L. Beutler, Althaus (83. D. Gerber), Jordi (46. Schober), Spunda (83. Aegerter), Richter (83. Schürch). Bemerkungen: Zollbrück ohne Zinniker (gesperrt), A. Nyffenegger, Jorda (beide verletzt), Brunner, V. Beutler und Joss (alle nicht im Aufgebot).


15.06.2017 :: Adrian Frühwirt
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