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Altes Handwerk und Folklore: Der Gotthelf-Märit kommt an
Altes Handwerk und Folklore:  Der Gotthelf-Märit kommt an Sumiswald:

Am 21. Gotthelf-Märit kam das Publikum
scharenweise ins Dorfzentrum. Hopfen- und Weinbau war das Hauptthema der Gastregion Stammheimertal (ZH).



Was vor 21 Jahren auf dem Dorfplatz klein und unscheinbar begann, ist heute aus dem Sumiswalder Veranstaltungskalender nicht mehr wegzudenken: der Gotthelf-Märit. Dank der konsequenten Einhaltung der Zulassungskriterien ist es dem OK gelungen, den Mix aus Brauchtum, altem Handwerk und folkloristischen Darbietungen als Nostalgie-Ereignis zu etablieren. 

An 160 hölzernen Verkaufsständen mit Stoffblachen boten die Marktkrämer ihre Waren und Dienstleistungen wie anno dazumal an. Volkstümliche Formationen sorgten für die passende musikalische Unterhaltung. Auf reges Interesse stiessen die alten Handwerke – vielfach weckten sie Jugenderinnerungen. Denn so lange ist es ja zum Beispiel noch nicht her, dass die Sensen auf dem Dangelstock noch «dängelet» wurden. 

Besuch von weit her

Ganz andere Töne lockten Matthias Vogt aus Deutschland an den diesjährigen Gotthelf-Märit. Der Instrumentenbaumeister aus Leipzig hat früher während sieben Jahren in Sumiswald gearbeitet. Nun wollte er seiner Frau Anastasia und Sohn Aurelius das Emmental zeigen. «Meine schönsten Jahre habe ich hier verbracht. Ich schätze die Herzlichkeit der Leute, die ruhige Lage und die schöne Landschaft sowie das gute Essen», schwärmte der selbständige Blechblasinstrumentenbauer. 

Als Gastregion war heuer das Stammheimertal aus dem Zürcher Weinland präsent. Markus Reutimann baut in Unterstammheim vier Hektaren Hopfen an, welcher auf dem Hof zu Bier und anderen Produkten verarbeitet wird. Ein Hopfenlehrpfad gehört auch zum Angebot. «Die Leute hatten viele generelle Fragen rund um den Hopfenanbau. Wir mussten hier allerdings etwas langsamer sprechen als sonst», sagte der Agrounternehmer zu seinem Sumiswalder Marktauftritt.

Mit von der Partie war ebenfalls Winzer Kari Keller aus Waltalingen. Seine fünf Hektaren Reben gedeihen an bester Südlage und sind von den heurigen Frostschäden zum Glück weitgehend verschont geblieben. «Für uns stand klar die Präsenz im Vordergrund. Das Publikum zeigte Interesse an unseren Weinen aus eigener Kelterei», freute sich Keller. 

Alle Parkplätze belegt

OK-Präsidentin Ruth Kühni zog eine positive Bilanz: «Bis am Mittag waren alle Parkplätze belegt. Viele Besucherinnen und Besucher sind früh angereist. Am Nachmittag hatte es wieder mehr Platz zum Flanieren.» Sie habe durchwegs positive Rückmeldungen erhalten und freue sich bereits auf den nächsten Gotthelf-Märit, sagte Ruth Kühni. 



15.06.2017 :: Ulrich Steiner
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