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Alterszentrum auf Expedition
Alterszentrum auf Expedition Sumiswald:

1960 war Albin Schelbert bei der Erstbesteigung des Dhaulagiri dabei. 50 Jahre später kehrte er an den Ort des Geschehens zurück. Den Film dazu zeigte er im «Sumia».

Die Bewohner des «Sumia» kamen in den Genuss eines ganz speziellen Filmerlebnisses. Im Jahr 1960 gelang einer Schweizer Expedition die Erstbesteigung des 8167 Meter hohen Dhaulagiri im Himalaja. Unter den damaligen Gipfelstürmern befand sich auch der seit vielen Jahren in der Gemeinde Sumiswald lebende Albin Schelbert. Fünfzig Jahre nach der Erstbesteigung realisierte das Schweizer Fernsehen einen Film mit dem Titel «Wiedersehen am Dhaulagiri». Drei der damaligen Erstbesteiger wagten es fünfzig Jahre später nochmals, an den Ort ihres Triumphes zurückzukehren und sich dem Berg zu stellen. Unter ihnen befand sich auch Albin Schelbert. In eindrücklicher Weise erzählte der passionierte Bergsteiger von den Erlebnissen von einst, aber auch von ihrer zweiten Expedition zurück an den Fuss «ihres» Berges.

Material tragen und selber kochen

Der Saal im Alterszentrum hatte sich bis auf den letzten Platz gefüllt und die Bewohnerinnen und Bewohner, aber auch ein Teil der dort Beschäftigten, verfolgten den Film gleichermassen fasziniert. Der Dokumentarfilm von Gieri Venzin aus dem Jahr 2010 ist mit vielen Film-Ausschnitten aus der Zeit der Erstbesteigung ergänzt worden. Dabei fiel nicht bloss die veränderte Ausrüstung ins Auge, er zeigte auch die vielen Veränderungen im Himalaja-Gebirge allgemein. So mussten die jungen Alpinisten damals all ihr Material selber tragen und, wie Albin Schelbert erzählte, auch selber kochen. Heute würden all diese Aufgaben von Sherpas erledigt. Auch die einfachen Zelte seien damals nicht optimal gewesen. 

Zu wenig Zeit zum Akklimatisieren

Wie im Film gezeigt wird, liessen die Strapazen die heute 80-Jährigen an ihre Grenzen gelangen. Vor allem die Hitze zu Beginn des Aufstieges machte ihnen zu schaffen. So gelang es bloss dem Sumiswalder Alpinisten, bis ins letzte Basiscamp vor dem Gipfel zu gelangen. Wie Albin Schelbert erzählte, liessen sie sich 1960 durch eine Pilatus-Porter an den Fuss des Dhaulagiris fliegen, was sich damals als nicht optimal erwiesen habe. Sie seien so viel zu schnell in diese Höhe gelangt und hätten daher die fehlende Akklimatisierung, welche sich zu Fuss ergebe, mit Unwohlsein büssen müssen. Da Albin Schelbert nun den Weg bis an den Fuss «seines» Berges zu Fuss schaffte, könne er nun mit gutem Gewissen sagen, dass er den Berg bezwungen habe. 

17.05.2018 :: Elisabeth Uecker
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